Kinogeschichten: „…where the heart of the story is.“

Dieser Artikel erschien bereits im Dezember 2021 auf „Abgeschminkt“, und wurde im Rahmen des Konzertfilms HANS ZIMMER & FRIENDS: DIAMONDS IN THE DESERT ergänzt und überarbeitet.
Hans Zimmer 1 - Screenshot Courtesy TRAFALGAR RELEASING

Bisher haben Regisseur Christopher Nolan und Komponist Hans Zimmer sechsmal zusammengearbeitet. Eine siebte Zusammenarbeit steht noch aus, weil sich Zimmer seinen Jugendtraum eines DUNE-Soundtracks erfüllen konnte. Deswegen engagierte Nolan für TENET Ludwig Göransson. Beide Filmmusiken entstanden somit zeitgleich. Da mutet es schon unheimlich an, dass Göransson einen Score komponierte, der mit seinen unruhigen, oft disharmonischen Klängen in weiten Teilen dem von DUNE sehr ähnlich ist. In der Regel wird der Charakter der musikalischen Untermalung vom Thema des Films geleitet, und mit den Vorstellungen des Regisseurs besprochen, abgeglichen und verfeinert. Das Vertrauensverhältnis zwischen Christopher Nolan und Hans Zimmer ist aber ein anderes. Es geht tiefer, und hat die rationalen Ebenen einer fruchtbaren, systematischen Wechselwirkung von Kreativität längst hinter sich gelassen.

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THE LAST SHOWGIRL

Last Showgirl - (c) CONSTANTIN FILM– Bundesstart 20.03.2025
– Release 10.01.2024 (US)

In Las Vegas brechen in einem Casino die letzten zwei Wochen der Show ‚Le Razzle Dazzle‘ an. Nach Jahrzehnten wird der „letzte Nachkomme der Pariser Lido-Kultur“, wie es Tänzerin Shelly ausdrückt, wegen sinkender Besucherzahlen abgesetzt. Einst waren diese Tänzerinnen auch Botschafter für Las Vegas. Eine Kultur, eine Vergangenheit, eine Institution, und ein Leben von dem Shelly nicht ablassen kann. Von Anfang an war sie dabei, und ist mittlerweile die Älteste in der Truppe von eingeschworenen Revue-Damen. Shelly hat ihr ganzes Leben nach der Show ausgerichtet, eine entfremdete Tochter mehr oder weniger erfolgreich großgezogen. Für sie bricht eine Welt zusammen. Eine Welt, in der ihr keine neue Chance geboten werden wird. Gia Coppolas Film zeigt diese letzten zwei Wochen von ‚Le Razzle Dazzle‘, und sie zeigt was es für Menschen bedeutet, denen nie etwas geschenkt wurde.

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MR. NO PAIN – NOVOCAINE

Novocaine - © 2024 PARAMOUNT PICTURESNOVOCAINE
– Bundesstart 20.03.2025
– Release 14.03.2025 (US)

Nate ist stellvertretender Filialleiter einer Bank, und sehr verschlossen. Deswegen ist es an Kollegin Sherry, ihn endlich einmal anzusprechen, und wenigstens zum Mittagessen auszuführen. Die erste Auseinandersetzung folgt prompt, als sich Nate weigert von Sherrys Kuchen zu probieren, was er allerdings begründen kann. Nate muss befürchten, sich beim Kauen unbemerkt die Zunge abzubeißen. Das erklärt auch die Stoßfänger an den Ecken vom Schreibtisch, oder Gummikugeln auf den Spitzen der Bleistifte. Nate hat CIPA, übersetzt: Hereditäre sensorische und autonome Neuropathie Typ IV. Er kann keinerlei Schmerz empfinden. Als jemand, der eine Frau mit CIPA kennenlernen durfte, muss der hier schreibende Rezensent sagen: Diese Krankheit ist kein Spaß. Warum dann eine Actionkomödie daraus machen? Weil die Idee dahinter viel zu verlockend ist. Zudem es Buch und Regie auch verstehen, innerhalb der absurden Prämisse, die Krankheit für sich auch angemessen zu behandeln.

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Matinee: DER MANN DER ZWEIMAL LEBTE

Seconds Matinee1

Seconds Matinee2

SECONDS – Bundesstart 6. 1. 1967 – Release 2. 10. 1966 (USA)

DER GEFANGENE VON ALCATRAZ, BOTSCHAFTER DER ANGST, SIEBEN TAGE IM MAI und DER ZUG. In nur 4 Jahren drehte Regisseur John Frankenheimer Filme fern des populären Kinos, die sich zu bedeutenden Klassikern entwickelten. So wie sein nächster Film: DER MANN, DER ZWEIMAL LEBTE. Es ist – da ist der Rezensent in seiner Meinung nicht allein – zweifellos die beste und eindringlichste Rolle von Rock Hudson. Und es ist – das ist Fakt – der am wenigsten gesehene Film von Rock Hudson.

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BONHOEFFER

Bonhoeffer - (c) KINOSTAR Filmverleih– Bundesstart 13.03.2025
– Release 22.11.2024 (US)

Dieter Bonhoeffer war Theologe, Pastor und Widerstandskämpfer im Dritten Reich – falls jemand noch nie etwas von Dietrich Bonhoeffer gehört oder gelesen haben sollte. Und wenn es noch jemanden geben sollte, der von Bonhoeffer noch nichts wusste, kann mit der sehr kurzen, prägnanten Einleitung erahnen, dass dies wieder ein typischer Betroffenheitsfilm aus Deutschland sein wird. Das macht man hierzulande ja sehr gerne, weitgehend unbekannte Helden des Widerstandes zu finden, um irgendwie dem deutschen Film eine Rechtfertigung zu geben. Und schlimmer noch, deutsche Filmförderungen sind damit fast schon gesichert. Nur ist BONHOEFFER eine irisch-belgische Koproduktion des Amerikaners Todd Kormanicki. Was im Nachhinein den Betroffenheitscharakter nur noch schlimmer macht. Zumindest was die filmische Umsetzung betrifft. Die Produktion löste politische und intellektuelle Fehlinterpretationen aus, was an dieser Stelle aber außen vor bleibt, weil es die Bedeutung einer Rezension sprengen würde.

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THE CRITIC

Critic - c UNIVERSAL STUDIOS– Bundesstart 13.03.2025
– Release 13.09.2024 (CAN)

1932: Jimmy Erskine ist Theaterkritiker – der beste, bekannteste und bösartigste in England. Mit seinen scharfzüngigen, entweder lobpreisenden oder auch gnadenlos beleidigenden Bemerkungen kann er den Erfolg eines Bühnenstücks bestimmen oder aufstrebende Darsteller zu Fall bringen. So wie die ambitionierte Nina Land, die er seit geraumer Zeit als sein auserwähltes Opfer betrachtet. Nicht wegen ihrer tatsächlichen Qualitäten, sondern einfach, weil er es kann. Und genau das bestimmt auch das Narrativ von Anand Tuckers Film: die Lust an der Schadenfreude – sowohl aus der Perspektive des Publikums als auch aus der von Jimmy Erskine. Ein homosexueller Mann, der seine Macht schamlos auskostet, dabei aber die bittere Ironie nicht erkennt, dass der aufkeimende Faschismus ihm selbst bald zum Verhängnis werden könnte. Ian McKellen verkörpert diesen Jimmy Erskine durch und durch – ein Charakterdarsteller, der selbst Fantasy-Spektakel in tiefgehendes Schauspielkino verwandeln kann. Doch trotz McKellens brillanter Darbietung bleibt die Figur seines Kritikers seltsam unnahbar.

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FÜR IMMER HIER – I’m still here

Im Still Here - Copyright DCMa.k.a. I’M STILL HERE
AINDA ESTOU AQUI
– Bundesstart 13.03.2025
– Release 07.11.2024 (BRA)

Oscar 25DCM-Screener, 09.02.2025
Originalfassung m.d.UT
FÜR IMMER HIER ist ein Drama nach wahren Begebenheiten. Der erste Reflex ist, den Film als Politdrama zu bezeichnen. Das ist er unter anderem. In der brasilianischen Militärdiktatur von 1964 bis 1985, wird Anfang der Siebziger der vormalige Abgeordnete Rubens Paiva zur Befragung durch die Polizei aus seinem Privathaus abgeholt. Er wird danach nie wieder gesehen. Diese Geschichte und ihre Auswirkungen hat Marcel Paiva in einem Buch festgehalten, der Sohn von eben jenem Rubens und Gattin Eunice. Daraus haben Murilo Hauser und Heitor Lorega ein sehr sensibles Drehbuch adaptiert, welches der brasilianische Filmemacher Walter Salles ebenso behutsam inszeniert hat. Und was sich anfänglich wie ein Politdrama ausnimmt, wird zu etwas größerem. Walter Salles erzählt die die Geschichte aus der Position von Eunice, einer starken Frau, die nicht aufgeben will, oder kann.

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LOVE HURTS

Love Hurts - c UNIVERSAL STUDIOS Release 06.03.2025 (world)

Über 80 Einsätzen als Fight- und Stunt-Coordinator, und einige Erfahrung als Assistant Director bei entsprechenden Filmen. Es liegt auf der Hand das Jonathan Eusebio sein Regiedebüt bei einem Film wie LOVE HURTS feiern musste. LOVE HURTS ist ein High-Concept-Film, wie er formelhafter nicht sein könnte. Ein wohl kalkulierter ‚Crowd Pleaser‘, wie man diese Art Filme nennt. Verantwortlich ist das Studio 87North Productions. Das ist insofern von Bedeutung, weil 87thNorth mit JOHN WICK seine ersten Sporen verdiente, und in dieser Richtung weiter produzierte, bis sich auf dem Weg auch NOBODY mit Bob Odenkirk niederließ. Später auch BULLET TRAIN, aber es ist NOBODY an den der Entwurf von LOVE HURTS umgehend erinnert. Ein unscheinbarer Niemand verwandelt sich überraschend in eine unkaputtbare Kampfmaschine, als seine heile Welt in Gefahr gerät. War diese Wandlung bei Bob Odenkirk wirklich überraschend, ist es bei Ke Huy Quan bereits Erwartung. Erwartungen die enttäuscht werden.

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MICKEY 17

Mickey 17 - c WARNER BROS– Bundesstart 06.03.2025
– Release 28.02.2025 (KOR)

Asiatisches Kino trifft SESAMSTRASSE trifft Kurt Vonnegut trifft AVENUE 5 trifft George Carlin trifft Italo-Weltraum-Trash der Spätsiebziger. Jedes für sich bereitet durchaus Freude. Alles zusammen, gut gemischt, müsste Gold wert sein. In Bong Joon-hos neuestem Streich finden sich noch viel mehr verwertbare Anleihen und Vergleiche. Doch so oder so sind keine dieser verwendeten Zutaten für MICKEY 17 wirklich gut. Die Geschichte des entbehrlichen Mickey, Neudeutsch ein Expendable, der bei jedem wissenschaftlichen Versuch stirbt, mit dem Bioprinter neu gefertigt wird, und jede Inkarnation mit dem Geist und dem Wissen der Vorgänger gespeist wird, ist eine sichere Prämisse für perfekte Satire und sozialkritische Paukenschläge. Standardthemen für den südkoreanischen Regisseur und Drehbuchautoren, wie sie die Filme PARASITE und SNOWPIERCER dominieren, aber bei allen Filmen von Bong Joon-ho spürbar sind, selbst beim Monsterspaß THE HOST. Doch bei MICKEY 17 will der ‚Genre-Mix mit Anspruch‘ einfach nicht funktionieren.

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FLOW

Flow - c MFASTRAUME – FLOW
– Bundesstart 06.03.2025
– Release 28.08.2024 (LVA)

Preview 01.03.25, Babylon, Fürth
Eine Katze streift durch den lichten Laubwald, als eine Meute bellender und jaulender Hunde auf sie zurennt. Es beginnt eine vermeintliche Hetzjagd, die zu einem abrupten Ende kommt. Die Katze wird nicht gejagt, die Hunde fliehen vor nahenden Wassermaßen. Mehr und mehr wird das Land überflutet. Die Katze ist unsere Heldenfigur, ohne wirklich Held zu sein. Sie ist unsere Augen und Ohren. Wir wissen nicht was passiert ist oder passieren wird. Wir bekommen keine Erklärungen, können nur erahnen. Mit unserer menschlichen Erfahrung, müssen wir uns dem Verständnis und dem Instinkt einer Katze anvertrauen. Und diese Katze führt uns durch den ungewöhnlichsten, aber zugleich poetischsten Animationsfilm der letzten Jahre.

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THE 97th OSCARS – Preisträger

OscarLogo25

Oscars Poster25Am Abend des 2. März 2025 (3. März in Europa) wurden wieder begehrte Preise verliehen. Im Dolby Theatre Hollywood, California, führte erstmalig Late Night Talker Conan O’Brien durch die Gala. In weiten Teilen nicht der originellste Moderator, dafür mit der beißensten Aussage: „“Anora“! Two wins alreadsy. I guess Americans are finally excited to see someone stand up to a powerful Russian.“

Der ‚Irving G. Thalberg Memorial Award‘, der hohe Qualitätsstandards in der Filmproduktion auszeichnet, wurde an die eherenwerten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli verliehen. Der ‚Jean Hersholt Humanitarian Award‘ für humanitäre (sic) Verdienste ging an Proudzent, Regisseur und Autor Richard Curtis.

Von den 10,894 Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts & Sciences, waren 9,905 wahlberechtigt. Und ihre Wahl für eine Auszeichnung mit Goldjunge Oscar fiel wie folgt:


  • Oscars Poster 25 OBrienBester Film: ANORA
  • Internationaler Film: I’M STILL HER (Brasilien)
  • Animationsfilm: FLOW
  • Hauptdarstellerin: ANORA – MIKEY MADISON
  • Hauptdarsteller: THE BRUTALIST – ADRIAN BRODY
  • Nebendarstellerin: EMILIA PÉREZ – ZOE SELDAÑA
  • Nebendarsteller: A REAL PAIN – KIERAN CULKIN
  • Regie: ANORA – SEAN BAKER
  • Original Drehbuch: ANORA – SEAN BAKER
  • Adaptiertes Drehbuch: CONCLAVE – PETER STRAUGHAN
  • Kamera / Bildgestaltung: THE BRUTALIST – LOL CRAWLEY
  • Bildschnitt: ANORA – SEAN BAKER
  • Soundtrack: THE BRUTALIST – DANIEL BLUMBERG
  • Song: EMILIA PÉREZ – „El Mal“ – CLEMENT DUCOL & CAMILLE
  • Ton Mischung / Effekte: DUNE: PART TWO – GARETH JOHN, RICHARD KING, RON BARLETT & DOUG HEMPHILL
  • Hairstyling & Make-up: THE SUBSTANCE – PIERRE-OLIVIER PERSIN, STÉPHANIE GUILLO, MARILYNE SCARSELLI
  • Kostümdesign: WICKED – PAUL TAZEWELL
  • Produktionsdesign:  WICKED – Production Design: NATHAN CROWLEY – Set Decoration: LEE SANDALES
  • Visuelle Effekte: DUNE: PART TWO – PAUL LAMBERT, STEPHEN JAMES, RHYS SALCOMBE & GERD NEFZER
  • Live-Action Kurzfilm: I’M NOT A ROBOT
  • Animierter Kurzfilm: IN THE SHADOW OF THE CYPRESS
  • Dokumentation Kurz: THE ONLY GIRL IN THE ORCHESTRA
  • Dokumentation Lang: NO OTHER LAND

Dieser Link führt zur Unterseite -THE OSCARS- mit der aktuellen Gewinnerliste inklusive aller Nominierten, und allen Oscarpreisträgern seit 2012.

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LIKE A COMPLETE UNKNOWN

A Complete Unknown - Copyright WALT DISNEY STUDIOS MOTION PICTURESA COMPLETE UNKNOWN
– Bundesstart 27.02.2025
– Release 25.12.2024 (US)

Oscar 25„Was immer sie nicht wollen, dass ich sein soll“, entgegnet Dylan auf verdrehte Art seiner Freundin Sylvie Russo, wenn sie ihn fragt, wer er denn in der Musik eigentlich sein will. Diese kurzen Sekunden bringen eigentlich auf den Punkt, was James Mangolds Film in 141 Minuten immer und immer wieder deutlich macht. Er will also nicht der sein, den die dort draußen erwarten. Aus Robert Zimmermann wird der ‚Rolling Stone‘ Bob Dylan, ein Getriebener in seiner eigenen Welt. Ein Unnahbarer, den auch James Mangold nicht wirklich zu fassen bekommt. Das Drehbuch hat Mangold zusammen mit Jay Cocks geschrieben, dem GANGS OF NEW YORK und SILENCE Autoren, nach dem Sachbuch ‚Dylan Goes Electric‘ des Musikwissenschaftlers Elijah Walds. Das ist insofern wichtig, dass es auch untermauert, wie akkurat die im Film gezeigten vier Jahre des anfangs ‚komplett Unbekannten‘ umgesetzt sind. Mit dramaturgischen Abweichungen, die fast schon irrelevant sind. Aber Dylan als Mensch wird trotz allem nicht greifbar.

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SING SING

Sing Sing - c 2023 DIVINE FILM LLC– Bundesstart 27.02.2025
– Release 02.08.2024 (US)

Preview, 25.02., Babylon, Fürth

Oscar 25Wie kann man frei sein, wenn einem die Freiheit verwehrt bleibt? Es ist eine banale Frage, welcher der Regisseur Greg Kwedar auf sehr spannende Weise nachgeht. Und plötzlich ist die Frage gar nicht mehr so banal, sondern entfaltet eine sehr anspruchsvolle Geschichte. ‚Rehabilitation Through the Arts‘, im Film stets prominent mit RTA abgekürzt, ist seit 1996 in den Vereinigten Staaten ein Gefängnisprogramm für Inhaftierte. Mit diversen Kunstrichtungen soll eine mögliche Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht, aber auch Kreativität und sozialer Umgang gefördert werden. Allein die Entwicklung von SING SING ist schon ein Kunstprojekt für sich. Zuerst war der Esquire Artikel „The Sing Sing Follies“ von John H. Richardson. Daraus entwickelten Clint Bently und Greg Kwedar ihre Geschichte, für die sie Clarence Maclin und John ‚Divine G‘ Whitfield mit einbezogen. Zwei ehemalige Insassen des Hochsicherheitsgefängnisses Sing Sing, und Hauptakteure von Richardsons Artikel. Bently und Kwedar verfassten daraus das Drehbuch, wobei Kwedar sich entschloss, auch die Regie zu übernehmen. Sahnehäubchen der Entwicklung, dass sich Clarence Maclin auch selbst spielen wollte.

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FLIGHT RISK

Flight Risk - Copyright LIONSGATE– Bundesstart 20.02.2025
– Release 22.01.2025 (FR)

In diesem Film hat die Protagonistin direkt nach Faustschlag bereits eine mandarinengroße Schwelung im Gesicht. In diesem Film sieht ein tatsächlich rasiertes Haupt aus wie eine sehr schlechte Latex-Glatze. In diesem Film wird der Bösewicht wiederholt überwältigt, und bleibt trotzdem wiederholt unbewacht. In diesem Film ist Kommunikation im Flugzeug ohne Kopfhörer unmöglich, aber je nach Bedarf wird sich am selben Ort ohne Hilfe im Plauderton unterhalten. In diesem Film folgt die Zeichnung der Figuren sehr präzise dem Stereotyp für Thriller. Bei diesem Film hat Mel Gibson Regie geführt, und dieser Film ist schlecht. Und das schmerzt. Es schmerzt wirklich, weil es von dem Mann kommt, der PASSION CHRISTI und HACKSAW RIDGE inszeniert hat.

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31st SCREEN ACTORS GUILD Awards – WINNERS

31 SAG Statue 25Am Abend des 23. Februar (24.2. Europazeit) wurden die 31. SAG Awards im Shrine Auditorium und der Expo Hall, Los Angeles, vergeben. Gastgeberin war die hinreißend unterhaltsame, verdammt gut singende Kristen Bell. Wie bereits im Vorfeld verkündet, wurde Jane Fonda mit dem ‚Career SAG Life Achievement Award‚ geehrt. Schon die erste Dankesrede von Bester Nebendarsteller Kieran Culkin war ein Hochgenuss…

Jeweils 2100 Mitglieder von der Screen Actors Guild und der American Federation of Television and Radio Artists werden jedes Jahr nach Zufallsprinzip neu ausgewählt, um Darsteller und Ensemble zu nominieren. Die zirka 160.000 Mitglieder der zusammengefassten Verbände dürfen dann die Preisträger wählen.

  • ANNA SAWAI / Toda Mariko – “SHŌGUN”
  • KIERAN CULKIN / Benji Kaplan – “A REAL PAIN”
  • HIROYUKI SANADA / Yoshii Toranaga – “SHŌGUN”
  • JEAN SMART / Deborah Vance – “HACKS”
  • MARTIN SHORT / Oliver Putnam – “ONLY MURDERS IN THE BUILDING”
  • JESSICA GUNNING / Martha – “BABY REINDEER”
  • COLIN FARRELL / Oz Cobb – “THE PENGUIN”
  • ZOE SALDAÑA / Rita – “EMILIA PÉREZ”
  • Ensemble Dramaserie – SHŌGUN
  • Ensemble Komödienserie – ONLY MURDERS IN THE BUILDING
  • TIMOTHÉE CHALAMET / Bob Dylan – “A COMPLETE UNKNOWN”
  • DEMI MOORE / Elisabeth – “THE SUBSTANCE”
  • Ensemble Kinofilm – CONCLAVE
  • Stunt-Ensemble TV – SHŌGUN
  • Stunt-Ensemble Film – THE FALL GUY

Beim drücken von ‚Weiterlesen →‚ geht es zur kompletten Liste der Gewinner, inklusiver aller Nominierten…

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