THAT’S WHY THE LADY IS A CHAMP

CHRISTY
– Bundesstart 03.09.2026
– Release 06.11.2025 (CAN)

Christy Salters Martin hat das Frauenboxen zum Profisport gemacht. Die erste Frau die von Don King unter die Fittiche genommen wurde. Eine Frau, mit einer derartigen Energie, dass sie im Vorprogramm von Mike Tyson gegen Frank Bruno, dem Hauptkampf die Show stahl. So eine Geschichte erzählt sich von selbst. Ein paar Prozent mehr Körperfett, eine dunkelhaarige Perücke, und braune Kontaktlinsen, und schon ist Sydney Sweeney kaum wiederzuerkennen, und wird Christy Martin. Und wie Martin hat auch Sweeney hat eine derartige Energie, dass sie dem Hauptprogramm die Show stiehlt. Der Charakter, den Sweeney in dieser Biografie zeigt, ist kaum mit dem zu vereinbaren, was und wie es der Film erzählt. Der australische „The Rover“-und-„The King“-Regisseur David Michôd scheint von allen bisherigen Sport-Biopics und Boxerdramen absolut unbeeindruckt, und versucht seinen eigenen Stil zu findet. Und kommt damit überhaupt nicht über die Runden.

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Jason Statham – MUTINY

Mutiny - (c) LEONINE Distribution– Bundesstart 27.08.2026
– Release 19.08.2026 (FR)

Allein das Postermotiv für den deutschen Markt ist brüllend komisch. Noch viel weiter geht die amerikanische Fassung, die dem ersten „Stirb Langsam“ nachempfunden ist. Stathams halbes Konterfei in schwarzweiß, anstelle des Nakatomi-Towers, gibt es ein Containerschiff in Vogelperspektive mit einer Explosion an gleicher Stelle (Eine Explosion, wie sie in „Mutiny“ nie stattfindet). Es muss einfach satirisch gemeint sein, wie alle Filme von und mit Jason Statham mittlerweile nur unter dem Aspekt der Satire zu begreifen sind. Filme, denen nicht einmal ein Hauch an Humor gegönnt ist. Der Begriff Jason Statham – durchaus ein Genre für sich – bedeutet von Film zu Film: Alles ganz anders, um immer dasselbe zu zeigen. Und so schwer es fällt zuzugeben, hat es unglaublichen Unterhaltungswert. Denn auch dieser Cole Reed in „Mutiny“ ist ein maulfauler stoischer Bodyguard, mit Hintergrund bei Polizei und militärischen Spezialeinheiten. Natürlich. Der Name ist Programm, welches die Erwartungen erfüllt.

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ONE NIGHT ONLY

One Night Only - (c) UNIVERSAL STUDIOS– Bundesstart 27.08.2026
– Release 07.08.2026 (US)

Allie ist jung und gut aussehend, und eine blühende Romantikerin – weswegen es ihr schwer fällt, den Richtigen für Sex zu finden. Owen ist jung und gut aussehend, und wird von seiner Freundin sitzengelassen – weswegen er sich schwer tut, jemanden für Sex zu finden. Auf ihrer triebhaften Suche nach einem Partner begegnen sich Allie und Owen nur zufällig, und von da an immer wieder im Laufe der Nacht. Es ist das Szenario jeder zweiten RomCom – und derer gibt es unzählige – in der sich zwei sympathische und gut aussehende Menschen auf der Suche nach dem Glück ständig und immerfort umkreisen, bis sie feststellen, sich schon längst gefunden zu haben. Und weil dieser Stoff so alt wie das Kino selbst ist, hat sich der vom Kinder-Fernsehen kommende Schreiber Travis Braun auch etwas ganz besonderes einfallen lassen: In den U.S.A. verbietet das sogenannte ‚Mandat‘ vorehelichen Sex. Nur einmal im Jahr wird für zwölf Stunden das ‚Mandat‘ aufgehoben, und es darf nach Herzens Lust gevögelt werden.

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DAS ENDE DER STERNE

Dog Stars - (c) 20th CENTURY STUDIOSTHE DOG STARS
– Release 26.08.2026 (world)

Ridley Scott ist ein sehr visueller Mensch. Der Produzent und Regisseur liebt das große Kino. Das Publikum weiß das bei jedem seiner bisher 30 Kinofilme zu würdigen. 57 Regiearbeiten hat er insgesamt hinter sich (Jede TV-Serie wird nur einmal gezählt). Ridley Scott ist 88 Jahre alt, und in seinem Terminkalender stehen bereits acht weitere Spielfilme. Es geht nicht um das Alter per se, wenn es hier Erwähnung findet, sondern um Scotts Enthusiasmus zum Erzählen. Ridley Scott liebt die große Leinwand, und er liebt das Erzählen – mehr als die Geschichten selbst. Das macht ihn auch zu einem der wechselhaftesten Mainstream-Regisseur unserer Zeit. Für jeden grandiosen Film, inszeniert er auch einen inhaltlichen Flop. Fantastisch anzuschauen sind sie alle, nur manche Geschichten enttäuschen – so wie die Verfilmung des Peter Heller Romans „Das Ende der Sterne“.

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DER HEIMATLOSE

Heimatlose - (c) DCM– Release 27.08.2026

Preview, DCM digitales Kino, 23.07.2026

Der Film beginnt mit einem beeindruckenden Bild des Meeres aus der Vogelperspektive in das sich langsam ein kleines Boot mit zwei Menschen bewegt. Wie klein und unbedeutend doch der Mensch sein kann. Kameramann und Bildgestalter Florian Mag wird in den nächsten 122 Minuten noch viele Male auf diese alles überblickende Vogelperspektive zurückgreifen. Am Strand einer nicht bezeichneten Insel verlässt einer der Männer das Boot. Gedreht wurde auf Norderney und Sylt, für den Film bleibt die Insel kleiner gehalten und namenlos. Der Mann der aus dem Boot steigt ist Hein, der nach 14 Jahren zurückkehrt. Die nächste Vogelperspektive führt von der Faszination in die Verwirrung. Die Häuser des kleinen Dorfes bestehen nur aus zwei Seiten Fassade und angedeuteten Zimmern, keine Dächer, keine geschlossenen Räume. „Der Heimatlose“ hat also etwas sagen.

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MARSUPILAMI

Marsupilami - © Splendid Film– Bundesstart 20.08.2026
– First-Release 04.02.2026 (BLG)

Bereits 2012 hat sich Filmemacher Alain Chabat mit „Auf den Spuren des Marsupilami“ an einer – der ersten – Realverfilmung über das mysteriöse und scheue Fabelwesen versucht. Mit eher mittelmäßigem Erfolg. Auch wenn Jamel Debbouze seine Rolle des Pablito Camaron aus dem Chabat-Film erneut aufnimmt, ist der nun von Philippe Lacheau initiierte und inszenierte Film keine Fortsetzung. Dazu sollte man wissen, das Philippe Lacheau auch Anführer der Comedy-Gruppe ‚La Bande à Fifi‘ ist – Fifi ist Philippes Spitzname. ‚La Bande à Fifi‘ haben schon einige Slapstick-Komödien wie „Babysitting“ oder „Alibi.com“ gemacht, und auch bei „Marsupilami“ sind sie alle wieder vereint. Genau so nimmt sich der Film auch aus – wie eine Aneinanderreihung von Comedy-Routinen, aber nicht wie ein Abenteuer um das namensgebende Fabelwesen.

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TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA

Teenage Sex aDaCM - (c) MUBI– Bundesstart 20.08.2026
– Release 07.08.2026

Es ist eine neue Zeit für Horror angebrochen. Dennoch gibt es sie weiterhin, die abgedroschenen Standards nach den immer gleichen Mustern. Sie beherrschen den größten Anteil des Marktes für Genrekino. Es verwundert also nicht, dass genau diese Standards auch in Jane Schoenbruns neuestem Film zu sehen sind. Selbst wenn augenblicklich noch die meisten Einnahmen aus eben dieser Richtung generiert werden, begeistert im Jahr 2026 eine ganz eigene Art von Horrorfilm das geneigte Publikum. Filme, die nicht konstruiert sind, die nicht den Regeln folgen, die aus sich selbst heraus gewachsen sind. Es verwundert also nicht, dass es genau darum auch in Jane Schoenbruns neuestem Film geht. Schoenbrun selbst war 2024 in gewisser Weise mit „I Saw the TV Glow“ Vorreiter in eigener Sache, der alles andere als ein handelsüblicher Gruselfilm war. Doch 2026 ist ein weit besserer Jahrgang, Wozu Jane Schoenbruns neuester Streich einen wesentlichen Beitrag leistet.

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THE EMOTIONS OF OAK STREET

End of Oak Street 3 - (c) WARNER BROS– Release 12.08.2026 (world)

Editor UweDie Familie Platt ist eine ganz gewöhnliche Familie, aus einem ganz gewöhnlichen Vorort, mit einer ganz gewöhnlichen Nachbarschaft. Das heißt, eitler Sonnenschein beim Straßenfest, unausgesprochene Probleme in den eigenen vier Wänden. Das heißt auch, unter den Nachbarn gibt es immer diese ganz Speziellen. Vororte sind ein trügerisches Idyll, in das sich auch pubertierende Töchter und vor-pubertierende Söhne mischen. Wie eben bei Denise, Greg, Audrey und Brian Platt. Das Idyll bietet auch eine Art Sicherheit – durch Gemeinschaft, den persönlichen Raum, und eine Konstante. Wenn in einem Ort des 21. Jahrhunderts unvermittelt prähistorische Tiere laufen, dann stört das die Gemeinschaft, dringen diese in den persönlichen Raum ein, und bringen das konstante Gefüge durcheinander. Und es trifft den Kern der Geschichte.

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YOU, ME & ITALY

You Me & Tuscany (c) UNIVERSAL STUDIOSYOU, ME & TUSCANY
– Bundesstart 06.08.2026
– First-Release 09.04.2026

Anna ist House Sitter, und wird gerade wegen ungebührenden Verhaltens ihren Job verlieren. Halle Bailey spielt in dieser RomCom Anna, und die sie gerade feuernde Hausbesitzerin wird von Nia Vardalos verkörpert. Warum Vardalos – selbst eine Ikone der modernen RomCom – nur zwanzig Sekunden zu sehen ist und dann nie wieder, bleibt eines der unendlich vielen Ärgernisse dieses Films. Annas Freundin ist Claire, sie wird mit sensationellem losem Mundwerk von der vollkommen unterforderten Aziza Scott gespielt. Claire arbeitet in einem New Yorker Hotel, darf der vor die Tür gesetzten Anna aber keine Zimmer geben. Dafür darf sich Anna an der Hotelbar den Magen vollhauen und sich betrinken. Aus unerfindlichen Gründen spricht sie mit dem amerikanischen Barkeeper italienisch, und aus unerfindlichen Gründen ist der der einzige Gast in der ausladenden Bar Italiener – Matteo. Wie es der Zufall will, kommen beide ins Gespräch. Sie wollte schon immer nach Italien. Er hat eine Villa in Italien.

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THE END OF OAK STREET

End of Oak Street - (c) WARNER BROS– Release 12.08.2026 (world)

Das Marketing nimmt bereits vorweg, was am Ende der Oak Street auf einen zukommt. Und das sieht auf den ersten Blick gar nicht so neu oder spannend aus. Nicht spannend, weil ein Familienfilm gar nicht so viele Möglichkeiten bietet, wie diese Art von Geschichte erzählt werden könnte. Zudem ist da J.J. Abrams als treibende Produzentenkraft, der sich mit „Super 8“ schon einmal bei leidlichem Erfolg an einem Film mit Spielberg-Flair versucht hat. Auf der anderen Seite ist dann David Robert Mitchell ein Filmemacher, der Genrekino immer leicht neben der Spur und entgegen den Erwartungen inszeniert. Wenn also die Familie Platt nach einer unruhigen Nacht mit viel unerklärlichem Lärm in der Nachbarschaft am nächsten Morgen aufwacht und Dinosaurier im Vorgarten hat, dann bekommt man auch, was man erwartet. Und doch ist in Inszenierung und Atmosphäre alles irgendwie anders …

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EXIT 8

Preview beim Fantasy Filmfest, September 2025

Exit 8 - (c) 2025 E8FP8-BAN DEGUCHI
– Bundesstart 13.08.2026
– First-Release 29.08.2025 (JPN)

Eigentlich ist „Exit 8“ eine von den wirklich guten filmischen Adaptionen eines Computerspiels. Dennoch hat sich Plaion Pictures aber dazu entschlossen, Genki Kamawuras Film erst ein Jahr nach seiner Uraufführung in Cannes in die Kinos zu bringen – was ihm jetzt allerdings erweiterte Aufmerksamkeit ermöglicht. Im Schatten des bahnbrechenden Erfolgs von Kane Parsons „Backrooms“, kann „Exit 8“ durchaus auch als eine jener Geschichten gesehen werden, die mit dem Unwohlsein und Paranoia vor ‚liminal Spaces‘, den Schwellenräumen einhergeht. Eigentlich bekannte Räumlichkeiten, die ohne ihren dafür vorgesehenen menschlichen Betrieb vollkommen abstrakt und unheimlich wirken. Solche Räume sind auch Zu- und Verbindungsgänge von U-Bahnstationen. In einem dieser Gänge bleibt unser Protagonist hängen. Er wird – verrät uns eine Einblendung – ‚Lost Man‘ genannt, und hat gerade einen Anruf von seiner ehemaligen Freundin bekommen, dass sie von ihm schwanger ist. Trotz Trennung, will der Lost Man natürlich will er gleich zu ihr.

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ICE CREAM MAN

Ice Cream Man - (c) STUDIOCANAL– Release 06. August 2026

Der jüngste Film von Eli Roth ist ein ultra-brutales, vollkommen überzogenes Schlachtfest. Der niemals scheue Filmemacher reizt mit seinem „Ice Cream Man“ an Ekelfaktor und Hand-vor-Gesicht aus, was praktische und Computer-Effekte hergeben. Und das ist sehr viel, wenn der Eismann mit seinem Wagen nach Bayleen Bay kommt. Das Eis ist kostenlos, die Kinder sind begeistert. Immerhin ist es ein heißer Sommertag, drei Tage vor den Schulferien. Es ist ein wundervolles Set-Up, weil Eli Roth wie immer sehr viel Wert auf ausladende Kameraarbeit mit stimmungsvollen Bildern legt. Und weil der extreme Filmemacher mit seinem Idyll auch gerne einen sarkastischen Gegenentwurf zu den eigentlichen Vorkommnissen setzt. Somit ist schon einmal geklärt, dass DOP Simon Shohets Arbeit in der Bildgestaltung nicht enttäuscht. Shohet versteht viel von der trügerischen Macht Atmosphäre zu erzeugen. Und er weiß auch immer, wo für den größtmöglichen Effekt das Objektiv sein muss – leider.

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LEBENSWEISHEITEN EINES HUHNES

Hen - (c) NEUE VISIONEN FilmverleihKOTA – a.k.a. HEN
– Bundesstart 06.08.2026
– Release 02.04.2026 (HUN)

Der Disclaimer kommt reichlich spät, nämlich am Ende des Abspanns. Keinem Tier sei Leid für diesen Film angetan worden. Doch selbst dann bleibt nach dem jüngsten Werk des ungarischen Filmemachers György Pálfi ein leicht bitterer Nachgeschmack. In manchen Szenen des Films ist es eben nur schwer vorstellbar. Auf der anderen Seite überrascht dieses kleine Wunderwerk in allen Bereichen, von seiner Idee, zur Geschichte, hin zur technischen Umsetzung. Es ist also alles möglich in diesem Film, weshalb dann auch erst einmal die Unschuldsvermutung greifen soll. Die Hauptdarstellerinnen haben ob ihrer großartigen Leistung auch jeden Respekt verdient, wenn sie aus der Sicht eines Huhnes die Welt betrachten, und dabei einen leidvollen Weg beschreiten. Anett, Enci, Enico, Eszti, Eti, Feri, Nora und Szandi heißen die acht schwarzen Leghorn-Hühner, welche die Hauptfigur darstellen.

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DER KLANG DER STRADIVARI

Klang der Stradivari - (c) WELTKINO FILMVERLEIHLE MUSICIENS
– Bundesstart 06.08.2026
– First-Release 07.05.2025 (FR)

Preview 29.07.26, Babylon, Fürth

Astrid Carlsons Vater war ein reicher Mann, und sein letzter Wille nicht einfach. Drei Violinen und ein Cello, von Stradivari, gefertigt aus dem Holz desselben Baums, mit einem Stück eines bestimmten Komponisten, gespielt von bereits ausgewählten Musiker/innen. Das ist so verrückt, dass es der perfekte Stoff für eine Komödie ist. Und es ist so abgedreht, dass die Idee nur aus Italien oder Frankreich kommen kann. Diese Idee kommt aus Frankreich, vom bisher unbemerkten, und vielleicht weiterhin unauffälligen Filmemacher Grégory Magne. Der nutzt seinen Stoff nicht für die Art von Komödie, die jemand aus dieser Prämisse schließen würde – was Magne weiterhin Unauffälligkeit bescheren dürfte. Er hat einen anderen Film im Sinn, der um einiges interessanter ist, aber weniger ein breites Publikum anspricht.

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Almodóvar – BITTERES FEST

Bitteres Fest - (c) STUDIOCANALAMARGA NAVIDAD
– Bundesstart 30.07.2026
– First-Release 20.05.2026 (ESP)

Die Besprechung von Almodóvars „Leid und Herrlichkeit“ auf dieser Seite begann mit den Worten: Vermarktet wird „Leid und Herrlichkeit“ als fiktionale Autobiografie… – das lässt natürlich einige Interpretationen zu. Bereits 1977 hat Autor Serge Doubrovsky den Begriff Autofiktion geprägt. Ein Begriff, der auf die meisten Filme von Pedro Almodóvar zutrifft, aber seit „Leid und Herrlichkeit“ besonders tiefe und auch offensichtliche Parallele zum Leben und der Karriere des spanischen Filmemachers zeigen. Wie viele seiner Drehbücher, beruht auch „Bitteres Fest“ auf viele Jahre zurückgreifende Entwürfe. Seine Filme brauchen, und sind entsprechend komplex. In „Bitteres Fest“ gibt es im Jahr 2004 die Regisseurin Elsa, die anstrebt ihren dritten Film zu schreiben. Parallel erzählt Almodóvar die Geschichte des Regisseurs Raúl im Jahr 2025, der wieder einmal an einem Drehbuch schreibt. Wie beide Geschichten verflochten sind, ist wahrlich nicht schwer zu erahnen. Was den Film jedoch ausmacht, ist das was jede der beiden Geschichten zu erzählen hat.

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