Drive-In: WOLFEN

Drive-In Wolfen

– Bundesstart 09.09.1982 – First-release 24.07.1981 (US)

Erschienen in ‚Abgeschminkt‘, September Ausgabe 1982
Wolfen - Courtesy WARNER BROS / ORION PicturesDer in Ungnade gefallene New Yorker Polizei Kommissar Dewey Wilson wird aus dem Ruhestand geholt, um den bizarren Mord an Unternehmer und Millionär Van Der Veer, seiner Frau, und deren Chauffeur aufzuklären. Die zuerst als Hinrichtung vermuteten Morde geschahen in der Nacht und im Freien. Verschiedene Theorien – von Terroranschlag bis Voodoo-Ritual – müssen in Betracht gezogen werden. Deswegen wird Kriminalpsychologin Rebecca Neff an Wilsons Seite beordert. Die Spuren verlaufen zunächst im Nichts, bis Gerichtsmediziner Whittington eindeutige Spuren sichern kann: Die Morde können unmöglich von Menschen verübt worden sein. Dennoch führen die Ermittlungen Wilson und Neff zu einer Gruppe Indigener [ * PoliticalCorrect angepasst].

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MORTAL KOMBAT II

Mortal Kombat 2 a - (c) WARNER BROS– World-Release 07.05.2026

Für ein Spielfilmdebüt hat Regisseur Simon McQuoid seinerzeit eigentlich alles richtig gemacht – fast alles richtig. Die in ihren Belangen meist zu Recht gnadenlose Gamer-Szene, rieb sich an dem Punkt, dass „Mortal Kombat“ lediglich Vorgeplänkel zum eigentlichen ‚Kombat‘ war. Jenes exzessiv brutale Turnier, welches das Computer-Spiel so beliebt und – ebenfalls berechtigt – auch fragwürdig macht. Beinahe untergangen während der Pandemie und daher im Streaming vergeudet, konnte sich McQuoids Regiedebüt dennoch den Umständen entsprechend erfolgreich behaupten. Der Regisseur bleibt in Amt und Würden, begeht aber in der fast schon nicht mehr erwarteten Fortsetzung den nächsten Kardinalfehler: „Mortal Kombat II“ hat seine blutigen Momente, aber bei Weitem nicht so derb wie im ersten Teil, und schon gar nicht in dem Ausmaß, wie es Fans einfordern. Damit müssen diese vorerst aber alleine klar kommen, in diesem Film der so unfassbar sinnbefreit ist. Und der so unfassbar viel Spaß macht.

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NÜRNBERG

Nuremberg - (c) WELTKINO FilmverleihNUREMBERG
– Bundesstart 07.05.2026
– First Release 06.11.2025 (AUS)

Die Nürnberger Prozesse dürften vielen Menschen bewusst sein. Die grundlegende Bedeutung jenes Tribunals der Siegermächte ist dabei mit der Zeit in den Hintergrund geraten. James Vanderbilt legt in seinem Film, den er nach Jack El-Hais Buch ‚Der Nazi und der Psychiater verfasst hat, durchaus Wert auf eben diese Bedeutung. Die Komplexität und Gefahren mit den Prozessen ein Völkerstrafrecht und die Anerkennung von Menschrechten weltweit zu etablieren, wird von Vanderbilt natürlich im Film behandelt. Meist in Stichworten, manchmal in Nebensätzen. Es fällt auf, dass der Film nur an der Oberfläche kratzt – nur kratzen kann. Mit den 148 Minuten Laufzeit will auch noch eine andere Geschichte erzählt werden – die des jungen Armeepsychiaters Douglas M. Kelley, der die letzten Führungskräfte des NS-Regimes für ihren Prozess betreuen und beurteilen soll. Der selbstsichere Kelley entwickelt dabei eine unheilvolle Faszination für Reichsmarschall Hermann Göring.

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WHISTLE

Whistle - (c) LEONINE– Bundesstart 07.05.2026
– Release 06.02.2026 (US)

Beitrag der Fantasy Filmfest Nights,
Cinecitta – Nürnberg 16.04.26, OmdU

Nichts bleibt dem Genrefreund erspart, um etwas Grusel zu bekommen. Dieses Mal ist es eine aztekische Totenpfeife. Das ist nicht so unsäglich wie das vom Bösen besessene Wasser in Bryce McGuires „Night Swim“ – aber ebenso ungeschickt umgesetzt. Wenn sich Filmautoren Sorgen über die Konkurrenz von ChatGPT und Konsorten machen, dann wäre „Whistle“ ein guter Beitrag, ihnen diese Angst zu nehmen. Dies ist ein Film, der in jeder Minute seiner Laufzeit den Charme von Algorithmen verströmt. Doch wenn es nur so wäre. „Whistle“ ist von Owen Egerton nach seiner eigenen Kurzgeschichte adaptiert, ohne einen Funken Originalität oder Selbstreflexion. Schlimm ist, dass Regisseur Corin Hardy noch viel weniger damit anzufangen weiß. Wie auch in „Night Swim“ zeigt sich hier, dass starke Schauspieler noch keine Garanten für einen auch nur annähernd guten Film sind.

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DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2

Devil Prada 2 - © 2026 20th Century StudiosTHE DEVIL WEARS PRADA 2
– World-Release 30.04.2026

21 Oscar Nominierungen – davon dreifache Preisträgerin – aber kein Figurenname ist so geläufig und verbunden mit Meryl Streep wie Miranda Priestly. Eine schematische Komödie über die aufstrebende Journalistin Anne Hathaway, die ihren ersten Job in der für sie unbekannten Sphäre des exklusivsten Modemagazins der Welt meistern muss – unter der zynisch despotischen Führung von Chefredakteurin Meryl Streep. Der Erfolg dieser Komödie lag in der Verlässlichkeit auf Struktur und Dramaturgie, sowie Witz und Entwicklung der Figuren. „Der Teufel trägt Prada“ wurde Publikumsliebling nach Blaupause. Allerdings rechtfertigte sich der Film durch ein Vierergespann an wunderbaren Darstellern – allen voran Meryl Streep. Ein Film, der erst in Produktion ging, als diese für die Rolle der Miranda Priestly zusagte. Im Übrigen Streeps vierzehnte Oscar Nominierung.

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AMERICAN SWEATSHOP

American Sweatshop - © Brainstorm Media– Bundesstart 30.04.2026
– Internet 19.09.2025 (US)

Jeden Tag werden weltweit Millionen Videos auf sämtlichen Social-Media-Plattformen hochgeladen. Bedenklich viele müssen gemeldet, und danach bewertet und moderiert werden. Aber wer bewertet und moderiert diese meist zu Recht beanstandeten Videos? Kein Thema das sich länderspezifisch einschränken lässt, also universell gleichberechtigt behandelt werden sollte. Auf dem internationalen Kinomarkt wäre so eine Geschichte mit einem Film aus Deutschland ziemlich verloren. Egal wie gut das Thema auch umgesetzt sein mag, es ist fragwürdig das ein deutscher Film die notwendige Aufmerksamkeit erreichen würde. Wesentlich fragwürdiger ist allerdings, diesen Film in Deutschland mit deutschem Team umzusetzen, und vorgaukeln zu wollen, er wäre in Amerika gedreht. In jeder neuen Kulisse dieses Films schreit das Bühnenbild förmlich nach deutscher Produktion. Nicht das es grundsätzlich etwas Schlechtes wäre. Ist es aber, wenn der in Deutschland gedrehte Film auf Teufel komm raus nach Drehorten in Florida aussehen soll.

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Jetzt im Heimkino: WE BURY THE DEAD

Beitrag des Fantasy Filmfest 2025

We Bury Dead - © 2025 Vertical Entertainment– Deutschland 16.04.2026 VOD
– DVD / Blu-ray 07.05.2026
– First Release 01.01.2026 (CAN)

Das ich einen Narren an „We Bury The Dead“ gefressen habe, ist leicht gesagt, aber nicht so leicht erklärt. Zak Hilditchs Film hat mich berührt. Ähnlich wie mich Ralph Fiennes berührt hat, als er in „Bone Temple“ vertrauensvoll mit einem Untoten einen Morphin-Trip genießt. Oder in Romeros „Zombie“, als Peter im belagerten Kaufhaus für Francine und Stephen romantisches Dinner bereitet. Diese kleinen, zuerst unbedeutend scheinenden Momente der Menschlichkeit zeigen, dass sich die Filmemacher etwas mehr gedacht haben, als nur Blut und Gedärm. Und in „We Bury The Dead“ geht es Zak Hilditch in erster Linie um dieses stete Erinnern, dass diese Untoten ebenfalls Kinder, Mütter oder Väter, Liebhaber oder Partner waren – oder vielleicht noch sind. „We Bury The Dead“ ist weder ein „Zombie – Dawn Of The Dead“, noch ein „28…“-Film. Aber er hat viel Neues zu erzählen.

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MICHAEL

Michael - (c) LIONSGATE– Worldrelease 22.04.2026

„Training Day“, „King Arthur“, „Equalizer“ 1 bis 3, „Southpaw“, „Magnificent Seven“, nur ein paar zu nennen, um die Qualitäten von Regisseur und Produzent Antoine Fuqua hervorzuheben. Ganz zu schweigen von den über 40 Musik Videos unter anderem für Toni Braxton, Prince oder Stevie Wonder, die er noch vor seinem ersten Spielfilm realisierte. Mit all dem Bombast, dem Drama, der Leistung und eben auch den Kontroversen im Leben des Michael Joseph Jackson, hört sich ein Biopic über den King of Pop exakt nach einem Projekt für Antoine Fuqua an. 2023 begann Fuquas Arbeit an dem Film, nach dem ein Jahr zuvor verfassten Drehbuch von John Logan. Doch was dabei herausgekommen ist, trägt mit jeder Faser die Handschrift der beteiligten Jackson Familie, und kaum den Anspruch einer ehrlichen Biografie. „Michael“ ist bestenfalls ein schön anzuschauendes Best-of von Songs des Ausnahmekünstlers. Doch der Film ist niemals eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem wahren Leben von Jackson.

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DIE REICHSTE FRAU DER WELT

Reichste Frau der Welt - (c) Courtesy NEUE VISIONENLA FEMME LA PLUS
RICHE DU MONDE
– Bundesstart 23.04.2026
– First Release 20.10.2025 (FR)

Vielleicht werden sie sich noch an die Bettencourt-Affäre erinnern. Ein politischer Skandal um illegale Parteispenden in Frankreich, in den auch Präsident Nicolas Sarkozy verwickelt war. Im Rest von Europa wurde das zur Kenntnis genommen, aber weniger Bedeutung beigemessen als in Frankreich selbst. Auslöser dieser ‚Affäre‘ war Françoise Bettencourt-Meyers, die gerichtlich gegen ihre Mutter Lilian Bettencourt vorging – Nachfolgerin und Erbin des Kosmetikgiganten L’Oreal. Vielleicht hätte es auch einen guten Polit-Thriller abgegeben, doch Filmemacher und Drehbuchschreiber Thierry Klifa ist mit seinen zwei Co-Autoren viel mehr an der aberwitzigen Geschichte interessiert, welche zu dieser ‚Affäre‘ führte. Im Film heißt die reichste Frau der Welt Marianne Farrère, die den Fotografen und Künstler Pierre-Alain Fatin kennenlernt – ein extrovertierter Schmeichler, aufdringlicher Verführer, und grober Klotz.

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KISS OF THE SPIDER WOMAN

Kiss Spider Woman - © 2026 Sony Pictures Entertainment– Bundesstart 16.04.2026
– First Release 10.10.2025 (US)

14 Jahre nach „Chicago“ als Autor, und 12 Jahre nach „Dreamgirls“ als Autor und Regisseur, wollte es Bill Condon noch einmal wissen. Jetzt kommt „Kiss of the Spider Woman“, konzipiert nach dem Bühnen-Musical – aber auch mit Abstrichen gegenüber der Bühnenfassung. Mit Abstrichen, die Condons Filmadaption an den sensibelsten Stellen der zweigeteilten Geschichte scheitern lässt. Die eine ist die Geschichte von Valentíne und Luis in der Zelle eines argentinischen Gefängnisses, in den letzte Tages des Militärregimes 1983. Die andere ist ein Film-im-Film, in der Eduardo und Kendall in einem schillernden MGM Musical, mit aufdringlichem Technicolor, dem Kuss der Spinnenfrau widerstehen müssen. Der homosexuelle Luis erzählt dem Regimegegner Valentíne diesen Film, in dem Valentíne zu Eduardo, und Luis zu Kendall wird. Die kleine Flucht aus dem Alltag von Schikane und Folter, die zu großer Veränderung führt.

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PARIS MURDER MYSTERY – A PRIVATE LIFE

A Private Life - (c) PLAION PICTURESVIE PRIVÉE
– Bundesstart 16.04.2026
– First Release 26.11.2025 (FR)

Basierend auf der französischen Blu-ray:
Mit Jodie Foster an der Spitze, sollte es Rebecca Zlotowski endlich vergönnt sein, mit ihren Filmen aus dem engen Kreis des französischen Arthouse auszubrechen. Nicht das dieser Kreis etwas Negatives wäre – ganz sicher nicht – nur gehen schlichtweg viel zu viele Filme in dieser Sparte wegen unbegründeter Vorbehalte einfach verloren. Der Jammer und die Zwickmühle bei Zlotowskis neustem Film ist die Sprache – denn es werden sich kaum Kinos in Deutschland finden, die ihn in der Originalfassung spielen. So paradox es auch ist, gründet sich dieses Plädoyer für das Kino auf die in Frankreich längst erhältliche Blu-ray von „Vie Privée“, oder „A Private Life“ wie er vormals heißen sollte, oder „Paris Murder Mystery“ wie ihn der Verleih Plaion nun dummerweise betitelt. Die Geschichte beinhaltet weit mehr als nur ein launiges ‚Murder Mystery‘.

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ALLEGRO PASTELL

Allegro Pastell - (c) DCM Film Verleih– Bundesstart 16.04.2026

DCM- Screener, Digitales Kino, 14.06.2026
Dies ist ein sehr konkreter Film. Wie Leif Randts Romanvorlage auch, der die Adaption zum Drehbuch gleich selbst übernommen hat. Der Film spricht ein ganz konkretes Publikum an. Doch welches das ist, gilt es zu enträtseln. Nicht die, die das Buch gelesen haben, naturgemäß ist ein Film selten inhaltlich stärker als der Roman. Und warum sollte sich jemand durch die filmische Personifizierung der Figuren die letzte Fantasie nehmen lassen. Gleichwohl ist es in diesem Fall unheimlich schwierig ein bislang unbedarftes Publikum zu erreichen. „Allegro Pastell“ ist eine sehr konkrete Geschichte, für ein sehr konkretes Publikum – die Millenials, oder auch Generation Y. Es ist also alles auf ein bestimmtes Lebensgefühl, auf einen definierten Zeitgeist ausgerichtet. Der Film und damit seine Figuren sind in ihrem Hier-und-Jetzt, verhaftet in einem greifbaren Realismus. Ob Kneipen, Restaurants, Kleidung, Firmen, oder Sprachjargon – es handelt sich um reale Orte, Güter oder auch Gepflogenheiten. In diesem realen Umfeld sind nur die Figuren erfunden, aber authentisch.

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THE HISTORY OF SOUND

History of Sound - © Fair Winter LLC– Bundesstart 09.04.2026
– First Release 12.09.2025 (CAN)

Lionel Worthing und David White lernen sich 1917 am Musikkonservatorium von New England in Maine kennen – und lieben. Doch der große Krieg beordert David an die Front in Europa. Derweil kehrt Lionel zurück auf die elterliche Farm in Kentucky. Zwei Jahre vergehen, bis sich unvermittelt David wieder meldet. Er will mit Lionel ein paar Monate durch das ländliche Amerika ziehen, und für ein vom Konservatorium finanziertes Projekt alte Volkslieder aufnehmen und katalogisieren. Die beiden Musikethnologen ziehen mit Rucksack und Zelt los, lernen volkstümliche Lieder kennen, und erleben eine befreiende Zeit zwischen ihrer Liebe zur Musik und in ihrer Liebe zueinander. Und weil Paul Mescal und Josh O’Connor im Moment zu den ausdrucksstärksten Darstellern ihrer Generation gehören, kann es sich der Film erlauben, dass Lionel und Davids verpönte, aber innige Beziehung ohne Dialoge und mit wenig Spiel, aber sehr intensiv über ihre charismatische Präsenz verständlich gemacht wird.

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HOW TO MAKE A KILLING – Todsicheres Erbe

How Make Killing - © 2026 STUDIOCANAL SAS– Bundesstart 09.04.2026
– First Release 20.02.2026 (CAN)

Neuinterpretationen von Filmklassikern müssen nicht zwangsläufig schlecht sein. Als Leigh Whannell 2020 den „Invisible Man“ mit Elizabeth Moss neu überdachte, wurde daraus eine wirklich fantastisch gelungene Adaption. Hingegen lagen ausgerechnet die Coen-Brüder mit der Neuauflage des britischen Kultklassikers „Ladykillers“ nicht ganz auf dem schwarzhumorigen Niveau des Originals. Die Briten sind eben ein ganz eigenes Volk in Sachen Humor – wie vor 75 Jahren in „Adel verpflichtet“. Ein entfernter Verwandter muss sich durch 8 Personen meucheln, um in der Erbfolge an erste Stelle zu gelangen. Stellt sich eigentlich die Frage, warum eine Neuverfilmung so lange gedauert hat, bei dieser bitterbösen und herausfordernden Prämisse. Es ist John Patton Fords zweiter Spielfilm, nach dem überaus spannenden Überraschungshit „Emily the Criminal“. Und auch hier hat Ford wieder selbst das Drehbuch geschrieben. Die Frage, warum eine Neuinterpretation von „Adel verpflichtet“ so lange gedauert hat, muss mit einer Gegenfrage beantwortet werden: Warum hat dieser Versuch überhaupt sein müssen?

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READY or NOT 2: Here I Come

Ready or Not 2 - © 2026 Searchlight Pictures– Bundesstart 09.04.2026
– First Release 19.03.2026 (ARG)

Jeder Film wurde schon einmal gemacht. Es ist Weisheit und Wahrheit gleichermaßen. An dieser Stelle war vor über fünf Jahren zu lesen, „Ready or Not“ würde sich dadurch hervor tun, all die Klischees und Blaupausen des Horrorfilms und von Revenge-Thrillern frisch und unverbraucht wirken zu lassen. Es war ein verdienter Überraschungserfolg, und ein Durchbruch für Samara Weaving der gleich mit Superstar-Status einherging. Frisch und unverbraucht kann man auch die viel zu spät erscheinende zweite Auflage nennen. Frisch und unverbraucht nicht nur zu anderen Vertretern der Genres, sondern auch zum eigenen Vorgänger. Obwohl der Film direkt mit der letzten Szene des ersten Films beginnt. Das Herrenhaus steht in Flammen, die den Teufel anbetende Le Domas Familie ist ausgelöscht, in die Grace gerade einmal für 12 Stunden eingeheiratet war. Sie kommt ins Krankenhaus, wird dort aber gleich verhaftet, und zu allem Überfluss erscheint noch ihre entfremdete Schwester Faith.

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