DREI KAMERADINNEN

Drei Kameradinnen - © DCM– Bundesstart 05.11.2026

DCM Digitales Kino, Screener, 25.09.2026

Seit ihrer Kindheit sind Kasih, Saya und Hani beste Freundinnen. Dies ist ihre Geschichte. Erst zwanzig Minuten in den Film hinein wird der Filmtitel eingeblendet. Bis dahin hat man ein ungefähres Verständnis, warum der Film diesen sperrigeren Titel braucht. Milena Aboyan hat den gefeierten Roman von Shida Bazyar adaptiert. Es ist das Spielfilmdebüt der Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg, die in Armenien geboren und in Deutschland aufgewachsen ist. Sie ist also keine dieser Gutmenschen, die glauben mit brisanten Themen die Welt retten zu können. Sie kennt ihre Figuren und deren Geschichten, wenn es um Zugehörigkeit und Identität geht. Somit ist „Drei Kameradinnen“ ein sehr wütender Film. Das will aber in den ersten Minuten gar nicht so wahrgenommen werden. Da macht der Film den Eindruck einer Hip-Hop-Version eines Problemfilms der „Drei Freundinnen“ heißen könnte.

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WILDWOOD

Wildwood - (c) CAPELIGHT PICTURES

– Bundesstart 05.11.2026 – Release 21.10.2026 (US)
PREVIEW 31.10.2026, Cineplex, Fürth

Man sagt sich, im Kino wären alle Geschichten schon einmal erzählt. Und es ist etwas Wahres daran. Jeder neue Film ist nur eine Variation von all den bereits erzählten Geschichten. Wie die Geschichte eines Mädchens, welches auf wundersame Weise in eine magische Welt gerät. Dort muss sie einen selbst begangenen Fehler korrigieren, um Unheil von der Welt abzuwenden. Bis das Mädchen merkt, dass es nie ein Zufall war in diese Welt gekommen zu sein, und das ihr Handeln schon immer vorbestimmt war. Tatsächlich gibt es keine wirklich neuen Geschichten im Kino. Es ist nur eine Frage WIE diese erzählt werden. Und das zeigt „Wildwood“: Ein Wunderwerk an Handwerk, Kunst, und Filmtechnik – und sehr viel Magie.

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GLAUBE – Los Domingos

Los Domingos - (c) Leonine StudiosLOS DOMINGOS
a.k.a. SUNDAYS
– Bundesstart 29.10.2026
– Release 17.10.2025 (ESP)

Die 17-jährige Ainara hat zu Gott gefunden, und entscheidet sich Klosterschwester zu werden. Während es für Ainara eine klare Entscheidung ist, zweifelt ihre Familie an der Rationalität dieses Lebenswegs. Der Film „Glaube“ der spanischen Regisseurin und Autorin Alauda Ruiz de Azúa heißt im Original übersetzt „Sonntags“. Es ist der Tag sich Gott zu widmen. Es ist der Tag der Familie. Auch wenn Ainaras Glaube zweifelsfreier Mittelpunkt der Geschichte ist, wird sie von der Konstellation der Familie und deren Einflüssen getragen. Da ist der oft passiv wirkende Vater Iñaki, der nach dem kürzlichen Tod seiner Frau und Ainaras Mutter, in einer neuen Beziehung lebt. Und es gibt Großmutter Maria, die denkt, dass ihre Enkelin zu jung ist um eigene Entscheidungen zu treffen. Doch es ist Tante Maite, eine Atheistin, die fast schon hysterisch auf die Aussichten auf das Klosterleben reagiert, und vehement versucht zu intervenieren.

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OTHER MOMMY

Other Mommy - © 2026 Universal Studios– Bundesstart 29.10.2026
– Release 07.10.2026 (BLG)

Rob Savage ist ein Filmemacher, bei dem Form über Substanz geht. Sein neuestes Schreckgespenst ist pure Form. Der nicht sehr auffällig Autor Nathan Elston hat Savage dafür eine Grundlage geschrieben – nach einem Buch von Josh Malerman – welche lediglich als Gerüst zu verstehen ist. Jump Scares, Bodyhorror, Splatter, Gothik, Schauermär – der Film deckt die gesamte Palette ab, die das Genre hergibt. Es ist eine Tour de Force, die der Regisseur wie ein Feuerwerk abbrennt. Viel Zeit lässt Savage nicht, auf der Jagd von einem Baustein zum nächsten – mit Steinen unterschiedlichster Formen und Materialien. Von außen betrachtet, scheint „Other Mommy“ wie die perfekte Fusion des Schreckens. Den Film selbst betrachtet, wird er den Ansprüchen wahrer Genrefreunde nicht gerecht.

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BY ANY MEANS

Die Besprechung wurde bereits am 28.09.2026 veröffentlicht

– Bundesstart 24.09.2026
– Release 04.09.2026 (US)

Am Anfang steht eine wahre Geschichte. Als Greg Scarpa Sr. mit Hilfe eines Baseballschlägers den Verbleib von drei Menschenrechtlern aus einem Ku-Klux-Klan-Mitglied herausprügelt (um es sehr milde zu beschreiben). Das war 1964. Zwei Jahre später folgt eine ebenfalls wahre Geschichte, die in einen derben Exploitation-Modus wechselt. Im Jahr 1966 verlässt Regisseur Elegance Bratton in weiten Teilen die wahren Begebenheit eines realen Falles. Es ist die Geschichte des schwarzen FBI-Agenten Wayne Strider, der in Mississippi den Mord an Bürgerrechtler Vernon Dahmer aufklären soll. Und weil die Verdächtigen bekanntermaßen im Ku-Klux-Klan zu finden sind, stellt das FBI ihm noch einen Sonderermittler an die Seite: Gregory Scarpa Sr. – Auftragsmörder der kolumbianischen Mafia in New York, der weiterhin unbehelligt auf freiem Fuß lebt. Damit hat das FBI jemanden, der willig ist bei Bedarf die Grenzen der Legalität zu überschreiten.

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CLAYFACE

Clayface - © Courtesy of DC and Warner Bros. Ent.– Release 22.10.2026 (world)

Das DCU hat seinen Horrorfilm wie ihn das MCU wollte, aber nie bekommen hat. Doch wirklich interessant wird es, wie die Studio Bosse Safran und Gunn diese Figur homogen in das Gesamtgefüge einbinden wollen, ohne die Besonderheit dieser Origin Story zu verraten. Denn es ist anzunehmen, dass irgendwann die diversen Einzelfilme zu einem großen Abenteuer zusammengefügt werden. Dies ist das Konzept von Marvel, und das DCU hat dem bisher unverhohlen nachgeeifert. Was also macht DC mit einem der ekligsten Horrorfilme im aktuellen Kino, in einer sauberen „Superman“-Welt? Dabei läuft alles so gut für Schauspieler Matt Hagen, Coast Citys jüngster Superstar (DCs Name für Hollywood), und aktuell als bester Nebendarsteller für einen Oscar nominiert (der hier tatsächlich auch so heißt). Matt ist sich seiner Starpower durchaus bewusst, also kann er es sich auch erlauben wissentlich mit der Freundin von Gangsterboss Szabo zu schlafen.

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A QUIET HOUSE

Please dft Children - (c) PLAION PICTURESPLEASE DON’T FEED
THE CHILDREN
– Bundesstart 22.10.2026
– TUBI TV – 27.06.2025 USA

Ein Virus verwandelt Erwachsene in wilde kannibalistische Monster. Kinder sind immun, allerdings auch die einzigen Überträger, weswegen sie gejagt und interniert werden. Mary ist eines der wenigen Kinder die einem Lager entkommen ist, und versucht über die Grenze aus dem post-apokalyptischen Amerika zu fliehen. Zusammen mit einer Gruppe von fünf anderen Waisenkindern will sie einen geheimen Weg durch das Grenzgebiet nach Mexiko finden. Und das ist einmal etwas anderes, wenngleich nichts Neues im Sub-Genre von Endzeit- und Virus-Thrillern. Regie führt Destry Allyn Spielberg, und das Drehbuch stammt von Paul Bertino. Beide sind in ihren Kategorien Erstlinge bei einem Langfilm. Und beiden ist anzumerken, dass sie sich sehr selbstbewusst in ihren Aufgaben fühlen. Regie und Buch tun etwas, dass nur wenigen Filmen wirklich gelingt – ein radikaler Genrewechsel innerhalb der Handlung.

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Apple TV: TENZING

– Apple TV ab 16.10.2026

Das imposanteste Bild des Films kommt gleich zu Anfang. Wenn der junge Tenzing Norgay über einen Hügel läuft, und sich aus dem Horizont die mächtige Chomolungma erhebt. Die Mutter des Universums, der Mount Everest. Die Aufnahme ist überwältigend, und kein Bild wird im späteren Verlauf diese packende Faszination wiederholen, welche allein diese Szene auslöst. In unserer Zeit ist es kaum vorstellbar, welch atemberaubende, nervzehrenden, und tödlichen Anstrengungen es zur Eroberung des Berges gebraucht hat. Wobei Haupt-Sherpa Tenzing Norgay nie von Eroberung sprechen würde, sondern von der Mutter, die ihn annimmt. Dokumentarfilmerin Jennifer Peedom schafft es, diese höllischen Anstrengungen in ihrem Spielfilmdebüt wieder ins Gedächtnis zu rücken. Über 360 Menschen sind bislang auf dem Weg gestorben, mehr als 200 von ihnen konnten Aufgrund des Risikos nicht geborgen werden. Dennoch scheint heute die Besteigung des Mount Everst kaum noch als Abenteuer zu gelten.

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WHALEFALL

Whalefall - (c) 20th CENTURY STUDIOS– Release 14.10.2026 (world)

Es gibt diesen Film, der warb mit der Schlagzeile „100% wissenschaftlich akkurat“, was nichts weiter als ein Werbegag war. Und da gibt es diesen Film, der ist tatsächlich wissenschaftlich 100% akkurat. Doch „Whalefall“ wirbt nicht damit, weil es auch irrelevant für sein zentrales Thema wäre. Dennoch haben sich Romanautor Daniel Kraus und Regisseur Brian Duffield über diverse Meeresbiologen und Walforscher abgesichert. Noch bevor der Roman veröffentlicht wurde, haben Kraus und Duffield zusammen das Drehbuch geschrieben. Es ist ein sehr geradliniges, ein sehr konventionell scheinendes Drehbuch. Vielleicht haben auch deshalb übereilige Idealisten die Notwendigkeit verspürt, in ihren Besprechungen zuerst einmal den Begriff ‚Whalefall‘ erklären zu müssen. Warum das an dieser Stelle nicht passiert, nennt man neudeutsch Spoiler, denn es ist die existenzielle Auflösung dieses Films.

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SACRIFICE

Sacrifice - (c) ICONOCLAST / FILM4 / MID MARCH MEDIA / HERETIC– Bundesstart 15.10.2026
– Release 12.08.2026 (IT)

Nach seinem super-realistischen Sozial-Action-Drama „Athena“ war anzunehmen das Regisseur Romain Gavras Mühe haben würde an diese Stärke von Kino anknüpfen zu können. „Sacrifice“ ist der vierte Spielfilm des eigentlichen Video-Regisseurs, der ohnehin jeden seiner Filme anders anlegt, und sich offensichtlich nicht wiederholen will – außer in den großen Bildern. „Athena“-Kameramann Matias Boucard zaubert auch hier wieder faszinierende Bilder von befremdlicher Schönheit. Gedreht wurde in Griechenland, in den Marmorbrüchen von Drama, und der Prohodna Höhle in Bulgarien. Es sind nicht einfach nur beeindruckende Kulissen, die jeweilige Bewandtnis der Drehorte stehen auch im direkten Verhältnis zur Handlung. Es geht schließlich um nichts geringeres als ein die Welt vernichtendes Ereignis. In gewisser Weise – so genau weiß es der Filmemacher scheinbar auch nicht.

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DAS DING MIT FEDERN

Thing with Feathers - (c) PLAIONTHE THING WITH FEATHERS
– Bundesstart 15.10.2026
– Release 31.10.2025 (ESP)

Preview, Cinecitta Nürnberg, 05.10.2026

Es wird eine ewige Streitfrage bleiben: Die Sinnhaftigkeit und Sorgfalt von Adaptionen – in beide Richtungen des jeweiligen Mediums. Jede plausible Rechtfertigung findet ihr verständliches Gegenargument. Die zusammengefassten Stimmen für Max Porters Debütroman „Trauer ist das Ding mit Federn“ beschreiben diesen als unkonventionell, zutiefst traurig, urkomisch, ehrlich und poetisch. Bis auf die Attribute von urkomisch und poetisch findet sich der Rest durchaus in Dylan Southerns filmischer Adaption wieder. Die Nichtleser werden beim Sichten dieses Films eine Vorstellung davon bekommen, was den Erfolg des Romans ausmacht. Leider wird dabei auch allzu deutlich, warum der Film das nicht schafft.

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THE SOCIAL RECKONING

Social Reckoning - (c) SONY PICTURES– Release 07.10.2026 (world)

Fast zwei Jahre nach dem von President Trump befeuerten Sturm auf das U.S. Capitol durch Aufständische, wurde das KI-Modell ChatGPT kostenlos öffentlich gemacht. Noch einmal vier Jahre später hat uns diese Technologie regelrecht überrollt. Nicht nur ChatGPT, sondern unzählige KI-Modelle. In nur vier Jahren kamen unbedarfte Nutzer von einem spielerischen, durch Neugierde beflügelten Nutzen, zu einem Werkzeug scheinbar unkontrollierbarer Manipulation. Zu jener Zeit, in der „The Social Reckoning“ spielt, wurde öffentlich, dass bereits Mark Zuckerbergs ‚Facebook‘ ein Werkzeug zur Zerschlagung der Zivilisation war. Wäre Aaron Sorkins „The Social Reckoning“ bereits 2022 erschienen – die Zeit, in der die Facebook-Files veröffentlicht wurden – hätte er mit Sicherheit noch sehr viel bewirken können. Doch dieser Film kommt schlichtweg vier Jahre zu spät.

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FORGOTTEN ISLAND

Forgotten Island - © Universal Pictures– Bundesstart 08.10.2026
– Release 17.09.2026 (AUS)

Es ist 1990: Auf den Philippinen (oder ‚in den Philippinen‘ – je nach Präferenz) lernen sich Josephine ‚Jo‘ und Raissa in der Schule kennen. Jo ist Waise und wird von Tante Lola großgezogen. Raissa ist Tochter aus wohlhabendem Haus. Eine typische Kombination für starke Freundschaften. Von Tante Lola kommt auch die Sage der vergessenen Insel Nakali, welche sie oft besucht haben will. Ein fantastisches Reich mit mystischen Wesen. Die Freundschaft von Jo und Raissa vertieft sich immer weiter. Für jedes ihrer Erlebnisse teilen sie Freundschaftsbänder als Erinnerung. Und sie suchen immerzu am Strand nach jenem Seeigel, der die Pforte nach Nakali öffnen wird. Zehn Jahre vergehen, und für die Freundinnen wird mit Studium und Arbeit der Ernst des Lebens beginnen. Genau da findet Jo diesen einen Seeigel. Anstatt Abschied zu feiern, fallen sie durch die Pforte nach Nakali, und hier ist alles wahr, was Tante Lola von fantastischen Wesen erzählt hat.

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HOPE

Ein Beitrag des Fantasy Filmfests September 2026

Hope - (c) NEONHOPEU
– Bundesstart 08.10.2026
– Release 15.07.2026 (KOR)

Die wirklichen Favoriten und Publikumslieblinge beim jeweiligen Fantasy Filmfest sind immer schwer klar auszumachen. Sicher ist allerdings, dass 2026 Na – Hong-jins „Hope“ bei jedem Genre-Fan ganz oben steht. Zum einen ist es ein südkoreanischer Film, zum anderen von einem Filmemacher, der sich als experimentierfreudig und kompromisslos bewiesen hat – auch wenn es erst Na Hong-jins vierter Langfilm ist. Wobei das ‚lang‘ in Langfilm ein gutes Stichwort für Nas filmische Entwicklung ist, der mit jedem neuen Film auch eine längere Laufzeit präsentiert. „Hope“ ist 160 Minuten. Sich diese Zeit zu nehmen macht die erste Stunde unglaublich intensiv, die letzten 90 Minuten aber repetierend. Polizeichef Ko Bum-seok wird von seinem Cousin zweiten Grades, Ko Sung-ki, und dessen Jagdkumpels zu einer getöteten Kuh auf offener Straße gerufen. Das mit dem Cousin zweiten Grades ist einer der vielen Running Gags. Jedenfalls stimmt bei den tödlichen Wunden der Kuh etwas ganz und gar nicht. Und schon bald darauf verfolgt Polizeichef Ko Bum-seok ein zerstörerisches Monster.

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fast verpasst: PRIMETIME

Primetime - Courtesy of A24– Bundesstart 24.09.2026
– Release 11.09.2026 (CAN)

Von „Sein Mädchen für besondere Fälle“, zu „Reporter des Satans“, über „Das Millionenspiel“ und „Network“, bis „Truman Show“. Es gibt viele, aber nur wenig geglückte Beispiele wie Medien sich oder ihre direkten Nachbarn mit scharfem Blick sezieren. Meist in übersteigerter Form, mit einem spekulativen was-wäre-wenn-Szenario. Die Frage ist immer, wie weit Medien für Quote gehen, und die Macher sich dafür von ihrer Menschlichkeit entfernen würden. Die Show „To catch a Predator“, von 2004 bis 2007, ist real und die Menschen dahinter nicht spekulativ. Auch wenn sich Regisseur Lance Oppenheim alle Mühe gibt den satirischen Charakter hochzuhalten, entzieht sich dem Film gerade wegen seines realen Hintergrundes der Begriff einer Satire. Journalist Chris Hansen war seinerzeit verantwortlicher Moderator, und Andie Bender seine Produzentin. Mit fingierten Online-Chats wurden erwachsene Männer unter dem Anschein Sex mit Minderjährigen haben zu können, in eine Falle gelockt, und vor laufender Kamera bloß gestellt. Meist gefolgt von einer überdramatisierten Verhaftung durch Gesetzeshüter.

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