Eiserne Wildnis – HEART OF THE BEAST

Heart of Beast - (c) PARAMOUNT PICTURESHEART OF THE BEAST
– Release 22.09.2026 (World)

Am Ende steht ein großes Fragezeichen. Und mit ihm die verbitterte Frage „Warum?“. Zwischen zwei Filmen mit Jason Statham hat Regisseur David Ayer „Heart of the Beast“ inszeniert. Das Drehbuch stammt von Cameron Alexander, und war 2017 auf der ‚Black List‘ der beliebtesten, nicht produzierten Scripts. Es handelt von Special-Forces-Veteran James Belmont, und dem ihm seinerzeit zugewiesenen Militärhund Odin. Beide leiden unter post-traumatischen Stress, und möchten in der Wildnis von Alaska  Ruhe und vor allem Abstand von ihren Kriegseinsätzen finden. Die rauhe Natur und James‘ gesundheitlichen Probleme machen aus der Erholung einen gnadenlosen Kampf ums Überleben. Am Ende kann nur die innige Bindung von Hund und Mensch den Felsschluchten, Wildwassern, Wölfen und Sümpfen trotzen.

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SPA WEEKEND

Spa Weekend - (c) BLACK BEAR– Bundesstart 24.09.2026
– Release 20.08.2026 (AUS)

Review, DCM digitales Kino, 01.09.2026

Jane ist eine arbeitssüchtige Anwältin, und alleinerziehende Mutter. Coco hat ein ausgeprägtes Aggressionsproblem, weshalb sie von ihrem Mann verlassen wurde, der das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder hat. Sophie ist konfliktscheu und harmoniesüchtig, weswegen sie immens unter ihrem despotischen Chef leidet. Alles was die Frauen brauchen, ist gründlich Abstand von ihrem Alltag. Alles was die Frauen brauchen, ist ein Wochenende in einem Wellness-Resort. Und an dieser Stelle muss der männliche Rezensent die dringende Frage stellen: Sind Frauen tatsächlich in der Lage, mit ein paar Gläsern Sekt, einigen Klangschalen, und etwas drückenden und quetschenden Fingern von einem anhaltend stressigen Alltag so weit zu erholen, dass sie den Rest des Jahren zufrieden durch ihren Alltagsstress kommen? Das Autoren- und Regieduo Jon Lucas und Scott Moore sind davon überzeugt, und senden die Damen zur Regeneration.

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Zach Creggers RESIDENT EVIL

Resident Evil - (c) CONSTANTIN FILM– Release 16.09.2026 (world)

Zum einen ist Zach Creggers „Resident Evil“ ein rundherum gelungener Horrorfilm seiner Zeit. Zum anderen hat dieser Film die Fähigkeit, mich als notorischen Nichtspieler (wegen Unfähigkeit) dieses Spiel erleben zu lassen. Und welche Videospiel-Adaption kann so etwas von sich behaupten. „Minecraft“ trifft den Gamer-Nerv sehr gut. „Dungeons & Dragons“ vermittelt ausgezeichnet die Wesenszüge eines Spiels. Doch Zach Cregger geht dabei noch einige Schritte weiter, und bedient mit einem sehr raffiniert ausgetüftelten Konzept alle Lager von potentiellen Zuschauenden. Das Gelegenheitspublikum, den Genrefanatiker, und den Gamer-Puristen. Nach sechs Spielfilmen, vier Animationsfilmen, zwei Serien, und einem Reboot konnte wirklich keiner mehr damit rechnen, dass ein Filmstudio noch einmal Geld für die beliebte Videospielreihe in die Hand nehmen würde, sprich jemanden anderen Geld in die Hand drücken würde. „Barbarian“ und „Weapons“ sind allerdings auch außergewöhnliche Visitenkarten, die Filmemacher Zach Cregger vorlegen kann.

Der Protagonist heißt Bryan. Er ist Kurierfahrer für Organe und medizinischen Bedarf. Er streitet gerade mit seiner schwangeren Freundin, da kommt ein Notfalltransport ins Raccoon General Hospital in den stark verschneiten Bergen Colorados eher ungelegen – aber die Brieftasche will es. Das Bryan auf schneebedeckter Straße, inmitten der Wälder, eine Frau anfährt und scheinbar schwer verletzt, kommt dann aber noch ungelegener. Hier beginnt der große Spaß für das Publikum, und der bodenlose Alptraum für Bryan. Konvertiert würde das bedeuten: Der erste Bereich im Loop.

Von Anfang an ist die Kamera von Spielberg-Favoriten Dariusz Wolski im Spielmodus eines Third-Person-Players – nicht ständig, aber beständig. Meist in den Momenten, wenn sich Bryan in einen nachfolgenden Bereich der Handlung begibt, schaut die Kamera über seine Schulter. Die Kamera nimmt die Perspektive des Spielers ein – des Schauspielers. Weit gefehlt wer glaubt, dass Cregger hier nur ein Videospiel simulieren möchte, sehr weit gefehlt. Ich wiederhole mich, wenn hier die bestmögliche Erreichbarkeit möglichst vieler Besuchergruppen bedacht wird. Und dennoch hat Regisseur Cregger alle Aspekte von Resident Evil, dem Videospiel, auf cleveren Wegen eingeflochten.

Resident Evil 2 - (c) CONSTANTIN FILM

Das Drehbuch folgt keiner Geschichte aus einem der Spiele. Zach Cregger wollte unbedingt einen Resident Evil-Film machen, aber deren Zuspruch war vorerst aufgebraucht. Deswegen hat er sein Buch so gehalten, dass jederzeit ein eigenständiger Survival-Horror-Thriller daraus werden könnte. Zum Glück hat Constantin Film dieses Potential erkannt. Cregger hat die Möglichkeit eines eigenständigen Films entwickelt, aber aus jedem Spiel diverse Elemente entnommen und in seine Handlung eingebaut. Die grüne Transporttasche und der Blick auf eine Schreibmaschine lösten bei scheinbaren Spiele-Nerds im Publikum die lauteste erkennbare Resonanz aus.

Austin Abrams hat bereits bei „Weapons“ mit Creggers zusammengearbeitet. Bisher eher unterfordert, bekommt Abrams hier die ungeteilte darstellerische Aufmerksamkeit, die offensichtlich überfällig war. Sein Bryan ist kein strahlender Held, aber Abrams macht aus ihm eine sympathisch anziehende Figur für die jeder umgehend votiert. Einer dieser Verlierertypen, die einfach nur nicht die richtige Chance bekommen haben, der einfach zu nett ist für diese Welt, und die Welt in die er geworfen wird.

Bryan lernt langsam, aber zum Glück beständig – von Bereich zu Bereich, von der Anhalterin, zu dem teuflischen Hund, zu den Straßen von Raccoon City, und letztendlich zur Umbrella Corperation. Da wir nicht mit dem Joystick nachhelfen können, ist Bryan ganz auf sich gestellt. Und Zach Cregger macht ihm das Leben zur buchstäblichen Hölle. Austin Abrams ist aber die perfekte Wahl, um neben all dem Horror auch die Lacher auf seine Seite zu ziehen. Es sind keine billigen Lacher, keine konstruierten Schenkelklopfer. Der meist sarkastische Humor ergibt sich aus den absonderlichen Situationen – und derer gibt es mehr als genug. Bryan leidet, damit wir mit ihm schwitzen.

Resident Evil 3 - (c) CONSTANTIN FILM

„Resident Evil“ ist kein Geflecht von blankem Horror mit unerwarteten Ergänzungen, raffinierten Wendungen, und unterschwelligen Kommentaren. Zach Cregger hat das mit seinen gepriesenen „Weapons“ und „Barbarian“ getan, bei denen immer das Gefühl entsteht, als hätten sie etwas zu sagen. „Resident Evil“ ist viel einfacher, geradliniger, und auf den Punkt. Und das macht ihn auch ehrlicher – und, was den Aspekt der unverhohlenen Schadenfreude betrifft, sogar unterhaltsamer. Shay Hatten hat den Regisseur beim Drehbuch unterstützt, doch in Anbetracht seiner Scripts zu „Rebel Moon“ oder „Ballerina“, ist sein Einfluss als eher gering einzuschätzen.

Ein Film wie dieser funktioniert nicht allein wegen eines ideal besetzten Hauptdarstellers, und seiner Liebe zum Detail des Ursprungsmaterials. Dieser Film funktioniert in gleichen Teilen – oder vielleicht sogar etwas mehr – durch sein überragendes visuelles Konzept. Als Bildgestalter findet Dariusz Wolski immer die dem Setting angemessene Stimmung. Von der durch Autoscheinwerfer beleuchtete Waldlandschaft zu Beginn, hin zu den kaltweiß beleuchteten Laboren am Ende. Aber alle Bilder haben diesen leicht künstlich anmutenden Look, der in Dunkelheit mehr sichtbar macht als gewöhnlich. „Resident Evil“ ist auch ein Videospiel, und Wolski setzt das auch perfekt um, ohne es wie ein Spiel aussehen zu lassen, oder sein eigenes Design aufzugeben.

Stamm-Cutter Joe Murphy hat den Film zu einer nervenaufreibenden Achterbahnfahrt montiert. Murphy lässt durchaus auch Raum zum atmen, gibt dem Film aber ein starkes Tempo. Mit ungewöhnlich wenigen 95 Minuten (inklusive Abspann), hat „Resident Evil“ kein Gramm zu viel, und kein Gramm Fett. Als Cineast sollte man Constantin Film für die weise Entscheidung beglückwünschen. Aber der Dank von Cineasten und Genrefreunde gehört Zach Cregger – für diesen kompromisslosen Einsatz.

Resident Evil 1 - (c) CONSTANTIN FILM


Darsteller: Austin Abrams, Zach Cherry, Kali Reis, Paul Walter Hauser, Sarah Paxton, Johnno Wilson u.a.

Regie: Zach Cregger
Drehbuch: Zach Cregger. Shay Hatten
Kamera: Dariusz Wolski
Bildschnitt: Joe Murphy
Musik: Hays Holladay, Ryan Holladay
Produktionsdesign: Tom Hammock
Deutschland, Tschechien, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, USA
2026
95 Minuten

Bildrechte: CONSTANTIN FILM
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PRESSURE

Pressure - (c) STUDIOCANAL– Bundesstart 17.09.2026
– Release 28.03.2026 (HKG)

Group Captain James Stagg ist treusorgender Gatte, und verbissener Meteorologe. Einer ohne Humor, ohne freundliche Worte während des Dienstes. Group Captain James Stagg ist in der Allied Expeditionary Force der Verantwortliche der britischen Seite, die Landung in der Normandie planen und letztendlich durchführen. Staggs amerikanisches Pendant ist Colonel Irving P. Krick, ein von zufälligen Erfolgen verwöhnter Wichtigtuer. Das Wetter ist maßgeblich für den Erfolg des D-Day, um die Truppen zu Wasser und in der Luft zu koordinieren. Das macht der Oberbefehlshaber der alliierten Verbände, General Dwight D. Eisenhower, immer wieder und sehr lautstark deutlich. Krick sagt perfekte Bedingungen voraus. Stagg prognostiziert hingegen schlechtes Wetter, welches die Landung in einer Katastrophe enden lassen würde. Doch sein stoisches Selbstbewusstsein vermittelt den Generälen mehr Überheblichkeit als Expertise, was starke Zweifel an Stagg nähren.

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COYOTE vs ACME

Coyote vs Acme - (c) CAPELIGHT– Bundesstart 17.09.2026
– Release 28.08.2026 (US)

Der Trick ist so alt wie das Kino selbst. Bereits 1918 durfte der gezeichnete Clown Koko in die reale Welt treten. Die Idee blieb, nur die Verfahren verbesserten sich. Disney – wer sonst? – macht 1944 mit „Drei Caballeros“ den ersten Spielfilm mit der Animation-Live-Action-Mischung, von denen sicherlich „Roger Rabbit“ seit 1988 bislang als Autorität verstanden wird. Der Looney Tunes-Knaller „Space Jam“ hat die Techniken noch einmal weiter in die Höhen getrieben, aber der hysterische Hase Roger blieb an Relevanz oben auf – was sich endlich ändern könnte. Mit Wile E. Coyote stellt sich der komischste und berührendste Darsteller im Hybrid-Genre vor. In dem Moment, wenn Anwalt Avery im Zorn brüllt, sein Klient würde den Road Runner niemals fangen, ist die Reaktion von Wile E. Coyote atemberaubend herzzerreißend. Es schlägt um Längen die Brennofen-Szene in „Toy Story 3“. Einfach grandioses Kino.

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PRACTICAL MAGIC 2: Zauberhafte Schwestern

Practical Magic 2 a - (c) WARNER BROSPRACTICAL MAGIC 2
– Release 10.09.2026 (world)

Es war zu erwarten, dass „Practical Magic 2“ nicht dieser magische Charme seines 28 Jahre alten Vorgängers umgeben würde. Diese zu Recht als Klassiker bezeichnete romantische Komödie mit Fantasy Einschlag – oder Fantasy mit romantischen Zügen. Wer will sich da schon festlegen, genau das macht ja den Charme dieses Films aus. Mit den angesagtesten Darstellerinnen dieser Zeit, war ein finanzieller Erfolg zu erwarten. Überraschend war seine Qualität, die bis heute an nichts eingebüßt hat. Tatsächlich zeitlos.
Es ist ein Fluch – ähnlich wie der Fluch der Owens-Frauen – das ein zweiter Teil immer um seine Reputation und Berechtigung kämpfen muss. Mit Sandra Bullock und Nicole Kidman ist dieser Kampf um ein vielfaches einfacher ausgestanden und gewonnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Fortsetzung von Regisseurin Susanne Bier ohne Makel wäre.

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LIFEHACK

LifeHack - (c) StudioCanal– Bundesstart 10.09.2026
– Release 15.05.2026 (US)

Wie bei jedem guten Heist-Movie teilen sich auch hier die Protagonisten in ihren Fähigkeiten auf: Kyle, der Anführer und Mastermind. Petey, das Gehirn mit dem Fachwissen. Alex, die Kreative in der Kunst der Täuschung. Und Sid, der Hacker und Störer von Systemen. Jeder von ihnen sitzt an einem anderen Ort, sogar in einem anderen Land, aber was sie verbindet, ist die Sucht nach dem WWW. Ihr nächtliches Vergnügen, ist sich in Zentralen von Internet-Betrügern einzuhacken, und die Verbrecher auffliegen zu lassen. Am besten auch gleich mit Polizeieinsatz. Und weil das Abstrafen von unbehelligten Bösewichtern so viel Spaß macht, wollen sie das Bitcoin-Konto des hemmungslosen Tech-Millionärs Don Heard leerräumen. Und dafür haben Regisseur Ronan Corrigan und Hope Elliott Kemp ein sehr cleveres und raffiniert konstruiertes Script verfasst. Beide immerhin Debütanten in ihren jeweiligen Professionen.

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FINDING EMILY

Finding Emily - (c) FOCUS FEATURES– Bundesstart 10.09.2026
– Release 22.05.2026 (GB)

Besprechung basierend auf
der britischen DVD-Fassung

Ein junger attraktiver Mann lernt die Frau seiner Träume kennen, bekommt aber eine falsche Telefonnummer. Aber irgendwie muss er sie ausfindig machen. Eine junge attraktive Frau will ihm dabei helfen, aber nur im Rahmen ihrer angedachten Dissertation. Jetzt ist natürlich sofort klar, wohin diese Suche führen wird. Es ist das Langfilmdebüt von Regisseurin Alicia MacDonald. Eine gewisse Risikobereitschaft in Inhalt und Inszenierung ist da schon zu erhoffen, in der das uralte Konzept als grundlegende Basis verwendet wird, um geneigtem Publikum dann die Erwartungshaltung ordentlich um die Ohren zu hauen. Owen ist 23, unentdeckter Musiker, und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Bei einem dieser Jobs lernt er Emily kennen, und zusammen verbringen sie den Abend mit tanzen und quatschen. Doch Emily gibt dem schwer verliebten Owen aus Versehen nicht ihre komplette Telefonnummer.

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Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?

Zur  Erinnerung  an  Dolly  Parton

Nine to Five - Courtesy 20th CENTURY FOXNINE TO FIVE
– Bundesstart 09.03.1981
– Release 19.12.1980 (US)

Seinerzeit war der Begriff ‚Neun bis Fünf‘ in Deutschland noch unbekannt. Ein Begriff für meistens Büro-Jobs der sich aus der Arbeitszeit ableitet. Da dachte der deutsche Verleih – wie so oft, und wie immer auch falsch – einen besseren Titel zu wählen, und der war dann „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“. Sperrig, und vielleicht der Grund, warum das deutsche Publikum nicht vor Begeisterung die Kinosäle stürmte. Was aber im Heimatland des Films geschah. „Nine To Five“ – a.k.a. „9 to 5 “ – brachte über 100 Millionen Dollar in die Kassen, was heute inflationsbereinigt über 400 Millionen Dollar wären – Spider-Man, wir kommen! Eine zuerst harmlos scheinende Komödie, mit einem fabelhaften Script, den exzellenten Damen Jane Fonda und Lily Tomlin – und einem großen Risiko. Es ist das Spielfilmdebüt von Country-Star Dolly Parton.

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THAT’S WHY THE LADY IS A CHAMP

CHRISTY
– Bundesstart 03.09.2026
– Release 06.11.2025 (CAN)

Christy Salters Martin hat das Frauenboxen zum Profisport gemacht. Die erste Frau die von Don King unter die Fittiche genommen wurde. Eine Frau, mit einer derartigen Energie, dass sie im Vorprogramm von Mike Tyson gegen Frank Bruno, dem Hauptkampf die Show stahl. So eine Geschichte erzählt sich von selbst. Ein paar Prozent mehr Körperfett, eine dunkelhaarige Perücke, und braune Kontaktlinsen, und schon ist Sydney Sweeney kaum wiederzuerkennen, und wird Christy Martin. Und wie Martin hat auch Sweeney hat eine derartige Energie, dass sie dem Hauptprogramm die Show stiehlt. Der Charakter, den Sweeney in dieser Biografie zeigt, ist kaum mit dem zu vereinbaren, was und wie es der Film erzählt. Der australische „The Rover“-und-„The King“-Regisseur David Michôd scheint von allen bisherigen Sport-Biopics und Boxerdramen absolut unbeeindruckt, und versucht seinen eigenen Stil zu findet. Und kommt damit überhaupt nicht über die Runden.

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Jason Statham – MUTINY

Mutiny - (c) LEONINE Distribution– Bundesstart 27.08.2026
– Release 19.08.2026 (FR)

Allein das Postermotiv für den deutschen Markt ist brüllend komisch. Noch viel weiter geht die amerikanische Fassung, die dem ersten „Stirb Langsam“ nachempfunden ist. Stathams halbes Konterfei in schwarzweiß, anstelle des Nakatomi-Towers, gibt es ein Containerschiff in Vogelperspektive mit einer Explosion an gleicher Stelle (Eine Explosion, wie sie in „Mutiny“ nie stattfindet). Es muss einfach satirisch gemeint sein, wie alle Filme von und mit Jason Statham mittlerweile nur unter dem Aspekt der Satire zu begreifen sind. Filme, denen nicht einmal ein Hauch an Humor gegönnt ist. Der Begriff Jason Statham – durchaus ein Genre für sich – bedeutet von Film zu Film: Alles ganz anders, um immer dasselbe zu zeigen. Und so schwer es fällt zuzugeben, hat es unglaublichen Unterhaltungswert. Denn auch dieser Cole Reed in „Mutiny“ ist ein maulfauler stoischer Bodyguard, mit Hintergrund bei Polizei und militärischen Spezialeinheiten. Natürlich. Der Name ist Programm, welches die Erwartungen erfüllt.

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ONE NIGHT ONLY

One Night Only - (c) UNIVERSAL STUDIOS– Bundesstart 27.08.2026
– Release 07.08.2026 (US)

Allie ist jung und gut aussehend, und eine blühende Romantikerin – weswegen es ihr schwer fällt, den Richtigen für Sex zu finden. Owen ist jung und gut aussehend, und wird von seiner Freundin sitzengelassen – weswegen er sich schwer tut, jemanden für Sex zu finden. Auf ihrer triebhaften Suche nach einem Partner begegnen sich Allie und Owen nur zufällig, und von da an immer wieder im Laufe der Nacht. Es ist das Szenario jeder zweiten RomCom – und derer gibt es unzählige – in der sich zwei sympathische und gut aussehende Menschen auf der Suche nach dem Glück ständig und immerfort umkreisen, bis sie feststellen, sich schon längst gefunden zu haben. Und weil dieser Stoff so alt wie das Kino selbst ist, hat sich der vom Kinder-Fernsehen kommende Schreiber Travis Braun auch etwas ganz besonderes einfallen lassen: In den U.S.A. verbietet das sogenannte ‚Mandat‘ vorehelichen Sex. Nur einmal im Jahr wird für zwölf Stunden das ‚Mandat‘ aufgehoben, und es darf nach Herzens Lust gevögelt werden.

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DAS ENDE DER STERNE

Dog Stars - (c) 20th CENTURY STUDIOSTHE DOG STARS
– Release 26.08.2026 (world)

Ridley Scott ist ein sehr visueller Mensch. Der Produzent und Regisseur liebt das große Kino. Das Publikum weiß das bei jedem seiner bisher 30 Kinofilme zu würdigen. 57 Regiearbeiten hat er insgesamt hinter sich (Jede TV-Serie wird nur einmal gezählt). Ridley Scott ist 88 Jahre alt, und in seinem Terminkalender stehen bereits acht weitere Spielfilme. Es geht nicht um das Alter per se, wenn es hier Erwähnung findet, sondern um Scotts Enthusiasmus zum Erzählen. Ridley Scott liebt die große Leinwand, und er liebt das Erzählen – mehr als die Geschichten selbst. Das macht ihn auch zu einem der wechselhaftesten Mainstream-Regisseur unserer Zeit. Für jeden grandiosen Film, inszeniert er auch einen inhaltlichen Flop. Fantastisch anzuschauen sind sie alle, nur manche Geschichten enttäuschen – so wie die Verfilmung des Peter Heller Romans „Das Ende der Sterne“.

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DER HEIMATLOSE

Heimatlose - (c) DCM– Release 27.08.2026

Preview, DCM digitales Kino, 23.07.2026

Der Film beginnt mit einem beeindruckenden Bild des Meeres aus der Vogelperspektive in das sich langsam ein kleines Boot mit zwei Menschen bewegt. Wie klein und unbedeutend doch der Mensch sein kann. Kameramann und Bildgestalter Florian Mag wird in den nächsten 122 Minuten noch viele Male auf diese alles überblickende Vogelperspektive zurückgreifen. Am Strand einer nicht bezeichneten Insel verlässt einer der Männer das Boot. Gedreht wurde auf Norderney und Sylt, für den Film bleibt die Insel kleiner gehalten und namenlos. Der Mann der aus dem Boot steigt ist Hein, der nach 14 Jahren zurückkehrt. Die nächste Vogelperspektive führt von der Faszination in die Verwirrung. Die Häuser des kleinen Dorfes bestehen nur aus zwei Seiten Fassade und angedeuteten Zimmern, keine Dächer, keine geschlossenen Räume. „Der Heimatlose“ hat also etwas sagen.

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MARSUPILAMI

Marsupilami - © Splendid Film– Bundesstart 20.08.2026
– First-Release 04.02.2026 (BLG)

Bereits 2012 hat sich Filmemacher Alain Chabat mit „Auf den Spuren des Marsupilami“ an einer – der ersten – Realverfilmung über das mysteriöse und scheue Fabelwesen versucht. Mit eher mittelmäßigem Erfolg. Auch wenn Jamel Debbouze seine Rolle des Pablito Camaron aus dem Chabat-Film erneut aufnimmt, ist der nun von Philippe Lacheau initiierte und inszenierte Film keine Fortsetzung. Dazu sollte man wissen, das Philippe Lacheau auch Anführer der Comedy-Gruppe ‚La Bande à Fifi‘ ist – Fifi ist Philippes Spitzname. ‚La Bande à Fifi‘ haben schon einige Slapstick-Komödien wie „Babysitting“ oder „Alibi.com“ gemacht, und auch bei „Marsupilami“ sind sie alle wieder vereint. Genau so nimmt sich der Film auch aus – wie eine Aneinanderreihung von Comedy-Routinen, aber nicht wie ein Abenteuer um das namensgebende Fabelwesen.

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