BRIDE HARD

Bride Hard - (c) MAGENTA LIGHT STUDIOS– Bundesstart 28.08.2025
– Release 20.06.2025 (CAN)

Es gibt Filme die auf Grund ihrer Geschichten, ihres Budgets und ihrer bewussten Umsetzung so schlecht sind, dass sie ihren ganz eigenen, anziehenden Reiz bekommen. Und dann gibt es Filme wie „Bride Hard“ – die einfach nur schlecht sind. Rezensenten und Kritiker fühlen sich immer bemüßigt, ihre Auffassungen zu erklären und zu rechtfertigen. Das macht aber eine gute Rezension auch aus. Eine bloße Schimpftirade würde demnach unter den Begriff ‚unprofessionell‘ fallen. Doch wie beschreibt man einen Film, an dem wirklich gar nichts stimmt? Schon der Titel gibt vor, auf was die Geschichte der Spezialagentin Samantha hinauslaufen soll – aber nicht vollbringt. Die Komödie von „Brautalarm“ gepaart mit der Action von „Stirb Langsam“. Wer sich die Mühe machen will, wenn das Interesse an der abstrusen Inszenierung nicht schon vorher abhanden gekommen ist, muss selbst versuchen irgendwelche Ansätze zu den genannten Vorbildern zu finden.

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DIE GANGSTER GANG 2

Bad Guys 2 - © DreamWorks Animation LLCTHE BAD GUYS 2
– Bundesstart 28.08.2025
– Release 24.07.2025 (NLD)

Preview, 24.8.25, Cineplex Fürth
Die zweite Kinoauflage der trägt dieselbe Bürde wie der Vorgänger: Was wie ein vielversprechender und starker Film beginnt, nutzt sich spätestens im Mittelteil zur weit schwächeren Routine ab. Schwach ist dabei keineswegs gleichbedeutend mit schlecht. Eine Welt mit anthropomorphen Tieren und Menschen gleichberechtigt nebeneinander, geht immer. Die Bad Guys haben nach wie vor das Potential angenehm zu unterhalten, jedenfalls sein junges Zielpublikum. Hier bildet sich aber auch ein signifikante Diskrepanz im Narrativ, sowie in der Umsetzung. Wie der Vorgänger, ist auch diese Ausgabe ein prallgefüllter Zitatenschatz aus allen gängigen Genrefilmen, und schwingt sich munter und sehr gelungen von einer Anleihe zur nächsten. Was ein erwachsenes Publikum zu erfreuen versteht. Aber „Gangster Gang 2“ ist in der Inszenierung weitgehend auf sehr junge Zusehende ausgelegt, die mit der Fülle an Zitaten überhaupt nichts anzufangen weiß. Dafür wird die chaotisch turbulente Action in ihrer Umsetzung bei Erwachsenen weniger Anklang finden.

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Bob Odenkirk – NOBODY 2

Nobody 2 - (c) UNIVERSAL STUDIOS– Bundesstart 21.08.2025
– Release 13.08.2025 (FR)

Als 2021 „Nobody“ in die Kinos kam, wusste niemand wirklich was von diesem Film zu erwarten sei. Wenn jetzt drei Jahre später „Nobody 2“ in die Kinos kommt, ist schon ganz deutlich was man zu erwarten hat. „Nobody“ überraschte mit seinem Hauptdarsteller, er überraschte mit seiner Geschichte, er überraschte mit vielen kleinen und überaus originären Details. „Nobody 2“ überrascht mit so gut wie gar nichts mehr. Der indonesische Filmemacher Timo Tjahjanto hat zum Beispiel den ultra-brutalen „The Night comes for us“ inszeniert. Mit dem Wechsel im Regiestuhl wäre etwas an Neuerungen möglich gewesen, aber auch hier verkneift sich die Produktion Überraschungen jedweder Art. Die Mansells brauchen dringend Urlaub, um als Familie wieder zusammenzufinden. Denn Vater Hutch ist, im wahrsten Sinne der Worte, im mörderischen Stress seine Schulden abzubauen, die er im ersten Teil verursacht hat. Und so beginnt diese Fortsetzung gleich mit dem, woraufhin in jenem ersten Teil lange hingearbeitet wurde.

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SKETCH

Sketch - (c) KINOSTAR Filmverleih– Bundesstart 21.08.2025
– Release 06.08.2025 (US)

Nach 13 Kurzfilmen und einer TV-Episode hat Seth Worley mit „Sketch“ seinen ersten und gleichzeitig selbst verfassten Spielfilm inszeniert. Und „Sketch“ ist das Beste was in den letzten Jahren an Kinderfilm in die Kinos kam. „Sketch“ ist auch das Beste was an in den letzten Jahren als Fantasyfilm für ein junges Publikum in die Kinos gekommen ist (um nicht das Genre Horror bemühen zu müssen). Worleys Film hat etwas zu sagen. Er ist intelligent, nicht nur weil er sein Zielpublikum versteht und ernst nimmt, sondern weil er deren Sprache spricht – nicht nur im Dialog, auch bildlich. Das macht „Sketch“ auch zum perfekten Familienfilm, denn er hat auch für Erwachsene sehr viel zu sagen. Seine Themen sind Familie, Tod, Trauer, Angst und das kindliche Selbstverständnis, dass einem die Fantasie auch durch das Leben hilft. Und so geht jeder in der Wyatt-Familie anders mit dem Tod von Ehefrau und Mutter um. Besonders Tochter Amber, die ihren Schmerz mit gruseligen Zeichnungen von Monstern kanalisiert.

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Was ist Liebe wert – MATERIALISTS

Materialists c - (c) Courtesy A24MATERIALISTS
– Bundesstart 21.08.2025
– Release 12.06.2025 (AUS)

Preview, 20.8.25, Cineplex Fürth
Zwei Jahre hat man auf Celine Songs Nachfolger des ergreifenden „Past Lives“ warten müssen. Gefühlt eine lange Zeit. Umso enttäuschender ist das Ergebnis dieses Films, der sich nicht aus den Zwängen seines eigenen Narratives zu befreien versteht. Song hat einige raffinierte Ideen und Dialogsequenzen ersonnen, doch nicht clever genug, als das man bei der Geschichte nicht unwillkürlich an Nancy Meyers „Es ist kompliziert“ von 2009 denken müsste. Wobei der Meryl Streep-Starrer seinerzeit wirklich nichts anderes sein wollte, als eine sehr gut gespielte, wahnsinnig romantische Komödie. Sehr gut gespielt ist „Materialists“ auch, der sich in Deutsch die Frage stellt „Was ist Liebe wert“. Aber Celine Song geht mit ihrem Liebesreigen nicht radikal genug gegen die stereotypen Klischees der romantischen Komödie an. Und wenn sie es versucht, strauchelt sie an überlangen Dialogen und kuriosen Stimmungswechseln.

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WILLKOMMEN UM ZU BLEIBEN

Mr K a - Courtesy NEUE VISIONENMR. K
– Bundesstart 14.08.2025
– Release 16.01.25 (NDL)

Es beginnt mit einer beeindruckenden Vorführung eines Illusionisten, unser Protagonist. Aber das Publikum im Parkett ist mehr am Essen und an Konversation interessiert. Es ergibt sich, dass jemand diese einführende Sequenz als Metapher einordnet. Filme wie „Mr. K“, ihr ganzer Aufbau, die Figuren, die Dialoge, alles trägt einen vorerst unscheinbaren Teil von Bedeutung. Meistens – aber dann sind es auch keine Filme wie „Mr. K“. Der reisende Illusionist, dessen Name im Film nie genannt wird, will bis zu seinem nächsten Auftritt in einem Hotel nächtigen. Es ist ein ausladender, viktorianischer Prachtbau, der schon bessere Zeit gesehen hat, der den Illusionisten am nächsten Morgen aber nicht mehr gehen lassen will. Tatsächlich macht der Film zuerst den Eindruck des bekannten Horrors von betörenden Orten, aus denen es einfach kein Entrinnen mehr gibt. Was etwas in die Irre führt, denn die Norwegerin Tallulah Hazekamp Schwab macht es ihrem Publikum nicht so einfach.

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BRING HER BACK

Bring Her Back a - (c) SONY PICTURES– Bundesstart 14.08.2025
– Release 29.05.2025 (AUS)

Warum auf neue Pferde setzen? Spanische oder australische Horrorfilme haben schon immer mit neuen Ansätzen die Genrefreunde entzückt. Hier sind es die Australier Danny und Michael Philippou, die zuerst mit ihrem Filmdebut „Talk to me“ einen verdienten Achtungserfolg inszenierten, und jetzt mit demselben Team den künstlerischen Nachfolger „Bring her back“ realisiert haben. Vielleicht will man das Pferd am Laufen halten, bis die unausweichliche Fortsetzung „Talk to me 2“ produziert wird. Und diesen Eindruck macht auch „Bring her back“ – eine experimentelle Fingerübung. Eine Fingerübung in der das Thema von häuslicher Gewalt überraschend gut eingewoben ist, ohne das es als sozialkritischer Wink mit dem Zaunpfahl aufgedrängt wird. Denn es geht um den fast volljährigen Andy und seiner jüngeren, stark sehbehinderten Schwester Piper, die nach dem unvermittelten Tod ihres Vaters eine Pflegefamilie brauchen.

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FREAKIER FRIDAY

Freakier Friday - © 2025 Disney Enterprises– Release 06.08.2025 (world)

27 Jahre nach dem Rollentausch von Jodie Foster und Barbara Harris kam die Neuverfilmung von „Freaky Friday“ in die Kinos. Und ehrlicherweise muss man sagen, die Modernisierung hat dem Stoff richtig gut getan. Wenn jetzt fast auf den Tag 22 Jahre später eine Fortsetzung jenes Remakes ins Kino kommt, muss man ehrlicherweise sagen, dass die Aktualisierung des Stoffes dem Vorgänger nicht im Geringsten gerecht wird. „Freaky Friday“ brachte das Komiktalent von Jamie Lee Curtis endlich richtig zur Geltung, und war der endgültige Anstoß für Lindsay Lohans Qualitäten als Kassengold (was danach mit Lohan geschah entzog sich dem Einfluss des Publikums). „Freaky Friday“ ist ein erstklassiges Schaulaufen an komödiantischer Darstellung und präzisem Timing zweier bemerkenswerter Schauspielerinnen, die eine noch bemerkenswertere Chemie haben. Und 22 Jahre später beweisen sie, dass alles noch da ist.

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Drive-In: DER RASENDE TEUFEL

Drive-In-Fast-Furious

Aus ABGESCHMINKT, Ausgabe August 1960, deutsche Sprachfassung:

Fast and Furious e - (c) AMERICAN RELEASING CORPORATIONTHE FAST AND THE FURIOUS
– Bundesstart 22.07.1960
– Release 15.02.1955 (US)

Der Lastwagenfahrer Frank Webster soll einen anderen Fahrer umgebracht haben. Doch Frank Webster gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, bevor er dem Richter vorgeführt werden kann. Der gesamte Staat ist in Aufruhr wegen des geflohenen Mörders. In einem Straßenimbiss wird Webster erkannt, weswegen er die reizende Connie Adair als Geisel nimmt, und mit ihr in ihrem Sportwagen flüchtet. Connie Adair ist Rennfahrerin und wollte an einem Rennen teilnehmen, dessen Strecke auch über die Grenze nach Mexiko gehen soll. Für Frank Webster eine ideale Gelegenheit, dass Rennen als Tarnung zu nutzen und sich dann in Mexiko abzusetzen. Doch da hat die zauberhafte Connie dem adretten Frank bereits den Kopf verdreht. Mittlerweile hat die Polizei Franks Plan von Mexiko durchschaut. Das Rennen wird dennoch gefahren, allerdings von Frank, weil Frauen wegen der Gefährlichkeit der Strecke gesperrt worden sind.

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WEAPONS

Weapons - (c) WARNER BROS Entertainment– Release 06.08.2025 (world)

Erst als „Barbarian“ vor zwei Jahren auf den Filmfesten für Aufruhr sorgte, bemerkte man den Fehler, diesen Horrorstreifen in den meisten Ländern beim Streaming zu verschwenden. Trotz zwei missglückter Komödien, war Zach Creggers dritter Spielfilm nicht nur einfach ein Achtungserfolg, es war der Beweis, mit überholten Versatzstücken doch noch richtig originelles, eigenständiges Kino machen zu können. Jetzt mit „Weapons“ am Start, wirkt „Barbarian“ allerdings tatsächlich nur noch wie eine Fingerübung. Wobei man Creggers Film nicht einmal als perfekt bezeichnen könnte. Doch auf der anderen Seite muss man bei „Weapons“ auch in Betracht ziehen, dass eventuelle Schwächen durchaus als Stilmittel gedacht sein könnten. Denn dieser Film zieht alle Register vom Drama, zum Krimi, über Psychothriller, hin zu wirklich allen Kategorien des Horrorgenres. Jumps Scares, Spannung, Splatter, Gänsehaut, und Zach Cregger weiß wie man alles mit maximalem Effekt mischt.

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fast verpasst: Y2K

Y2K - Courtesy A24– jetzt bei Amazon Prime
– Bundesstart 27.03.2025
– Release 06.12.24 (CDN)

1973 kam AMERICAN GRAFFITI in die Kinos. Die Schlagzeile war „Wo warst Du in ’62?“. Teenager und Junge Erwachsene waren mit einem ihnen unverständlichen Krieg groß geworden. Das Land politisch und gesellschaftlich gespalten. Da zeigt der junge Filmemacher George Lucas seinem Publikum ein Erwachsenwerden, was vor zehn Jahre noch unbeschwert schien, und nur durch persönliche und hormonelle Probleme gestört wurde. Lucas weckt Erinnerungen, hält Spiegel vor, und irgendwie ermahnt er auch. AMERICAN GRAFFITI war eine greifbare Nostalgie. Und für ein Publikum das noch vor 1985 auf die Welt gekommen ist, wäre auch Kyle Mooneys Y2K ein noch nachvollziehbarer Rückblick in ein verrücktes Kapitel Menschheitsgeschichte. Dieses Publikum wäre dann aber mindestens 40 Jahre alt, noch innerhalb der demografischen Zielgruppen, aber für diese Art von Film absolut irrelevant für dessen Macher und das produzierende Studio.

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EDITORIAL: Über die nackte Kanone

Naked Gun - © 2025 Paramount PicturesTHE NAKED GUN
– Bundesstart 31.07.2025
– Release 30.07.2025 (IT)

Editor UweDie Ankündigung einer neuen „nackten Kanone“ löste bei mir große Skepsis aus. Und meine Voreingenommenheit wurde nicht enttäuscht. Die verrückten Zeiten des großartigen Leslie Nielsen sind vorbei. Die großartigen Zeiten der verrückten Zucker-Abrahams-Zucker liegen hinter uns. Wozu? Die berechtigte Frage bei jedem Remake, bei jeder Fortsetzung. Wozu? Seinerzeit zauberte die Wayans-Family mit „Scary Movie“ eine unglaublich erfolgreiche Antwort auf „Scream“ in die Kinos. Laut, respektlos, ohne Sinn, aber mit viel Verstand, und unfassbar komisch. Damit war das Thema unverschämter Filmparodien aber auch durch. Nur Aaron Seltzer und Jason Friedberg glaubten auf diesen Zug aufspringen zu müssen, und wollten mit einer ganzen Reihe an Parodien ähnlich erfolgreichen Blödsinn liefern. Auch wenn ihre Filme ungefähr das Vierfache ihres Budgets einspielten, sind es ganz miese Werke. Man kann den Erfolg anderer nicht einfach kopieren. Und erst Recht nicht Zucker-Abrahams-Zucker. Deren Humor traf den Geist einer ganz anderen Zeit, und diese Zeit ist längst vorbei.

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TOGETHER – UNZERTRENNLICH

Together - (c) LEONINE DISTRIBUTION– Bundesstart 31.07.2025
– Release 30.07.2025 (UK)

In Hollywood nennt man sie ehrfürchtig Power Couple. Im Geschäft erfolgreiche, einflussreiche und auch beliebte Paare, wie Alison Brie und Dave Franco. Vielleicht nicht ganz so erfolgreich, oder nicht ganz so einflussreich, dafür sind Brie und Franco äußerst beliebt, allein wegen ihrer borurteilsfreien Haltung auch riskante Projekte anzunehmen. Bei „Together“ hat man also dieses Power Couple, dass irgendwie wie eine Art von eigenem Überbau funktioniert. In real steht dieses seit sieben Jahren glückliche Paar genau zwischen ihrer fiktiven Rolle. Eine Beziehung, in der keiner wirklich zufrieden scheint und die jederzeit scheitern könnte. Doch am Ende sind sie inniger vereint ist als irgendjemand sonst sein könnte – oder wirklich sein möchte. Das Sub-Genre des Body Horror brachte man das erste Mal mit David Cronenberg in Umlauf. Und David Cronenberg muss bei diesem Film Tränen vor Glück vergossen haben. Es gibt extremere Filme mit radikalen und abstoßenden, körperlichen Metamorphosen. Dafür hat „Together“ aber hat seine ganz eigenen, inhaltlichen und künstlerischen Vorzüge.

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VERMIGLIO

Vermiglio - © Piffl Medien– Bundesstart 24.07.2025
– Release 19.09.2024 (ITA)

Vermiglio ist ein kleines Dorf in der italienischen Provinz Trient. Es ist 1944 in der Alpenregion, wenn der Deserteur Pietro in Vermiglio Unterschlupf findet. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu einem Deserteur im Allgemeinen, dennoch lässt sich die Dorfgemeinschaft wegen Pietro nicht spalten. Sehr schnell findet Lucia Gefallen an dem adretten Fremden. Lucia ist eine der Töchter von Dorflehrer Cesare. Seine Frau, Lucias Mutter, ist mit Arbeit und der unüberschaubaren Anzahl von Kindern beschäftigt. Und dies definiert auch die Zeit und die Gebirgswelt in Vermiglio. Es ist eine rigoros patriarchische Welt. Es gibt keine Auseinandersetzungen in der Familie, keinen Streit in der Gemeinschaft. Alle kennen ihren Platz im Gefüge. Das ist aber nicht das Bedrückendste in Maura Delperos viertem Spielfilm. Es ist die Ruhe die damit einhergeht. Eine bedrückende Ruhe. Und die Filmemacherin, mit tiefen Wurzeln in der gezeigten Region, inszeniert ihren Film auch auf dieser Ruhe.

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MEMOIREN EINER SCHNECKE

Memoir of a Snail - (c) CAPELIGHT PICTURESMEMOIR OF A SNAIL
– Bundesstart 24.07.2025
– Release 17.10.2024 (AUS)

„Das Leben kann nur rückblickend verstanden werden, wir müssen es jedoch vorwärts leben“, sagt die lebenslustige und altersweise Pinky, die einzige Freundin die Grace Pudels hat. Die einzige menschliche Freundin. Denn es gibt noch Sylvia, die Schnecke. Eine sehr gute Zuhörerin in Anbetracht ihrer Erscheinung. Grace liebt Schnecken, und gleich alles schneckenförmig mit. Es ist Sylvia, die von Grace ihre Lebensgeschichte erzählt bekommt. Wir im Auditorium erleben das nur zufällig. Und wer die Filme des Australiers Adam Elliot kennt, kann sich ungefähr vorstellen, was wir erleben werden. Es ist melancholisch, es ist traurig, es ist düster, es ist pessimistisch, es schmerzt. Im Gegenzug ist es witzig, ironisch, voller Optimismus und unglaublich lebensbejahend. Ja, so sind die „Memoiren einer Schnecke“ tatsächlich.

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